Am Ostbahnhof wächst das „B.YARD“ sichtbar. Zwei Kräne prägen die Baustelle in Friedrichshain. Bis 2028 entsteht ein gemischtes Ensemble.
Direkt vor dem „EDGE Friedrichspark“ wächst das „B.YARD“. In der Baugrube laufen Arbeiten an den ersten Bauteilen des neuen Wohn-, Büro- und Kulturensembles. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Ostbahnhof verändert sich die nächste große Baustelle. Wo vor wenigen Monaten vor allem eine tiefe Baugrube zu erkennen war, ragen inzwischen zwei große Kräne über das Areal. Direkt neben dem grünen „EDGE Friedrichspark“ nimmt damit ein weiteres Projekt Fahrt auf.
- Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
- Adresse: Straße der Pariser Kommune 20 A–E, 10243 Berlin
- Projekt: „B.YARD“
- Projektstatus: im Bau
- Fertigstellung: Anfang 2028 geplant
Von oben lässt sich inzwischen gut erkennen, wie weit die Arbeiten vorangekommen sind. Die Baugrube ist weiterhin von hohen Verbauwänden eingefasst. Im Inneren laufen jedoch deutlich mehr Arbeiten als noch vor wenigen Wochen. Fundamente und erste tragende Bauteile zeichnen sich ab, Material liegt für die nächsten Arbeitsschritte bereit. Vor allem die beiden Baukräne zeigen, dass die Baustelle eine neue Phase erreicht hat. Doch was genau entsteht hier?
Die Visualisierung des Innenbereichs von „B.YARD“ zeigt den begrünten Hof mit Aufenthaltsflächen und Dachterrassen in Friedrichshain. / © Visualisierung: Tchoban Voss Architekten
„B.YARD“ in Friedrichshain: Drei Gebäudeteile rund um einen Innenhof
Hinter den Arbeiten steckt ein gemischt genutztes Ensemble mit dem Namen „B.YARD“ auf einem rund 3.300 Quadratmeter großen Grundstück. Geplant sind zwei Wohnhäuser und ein Bürogebäude. Sie ordnen sich U-förmig um einen begrünten Innenhof an. Das Ensemble erhält fünf Vollgeschosse sowie ein zurückgesetztes Staffelgeschoss. ZECH nennt eine Bruttogeschossfläche von 17.336 Quadratmetern.
Insgesamt entstehen 60 Wohnungen. Dazu kommen rund 8.000 Quadratmeter Bürofläche sowie jeweils rund 700 Quadratmeter für Ateliers beziehungsweise Galerien und für Handel. Tchoban Voss Architekten haben das Ensemble entworfen, DCD Services verantwortet die Projektentwicklung und ZECH Hochbau die bauliche Umsetzung. Die Grundsteinlegung fand am 1. Juli 2026 statt.
Entlang der Straße der Pariser Kommune ist das „B.YARD“ inzwischen eine großflächige Baustelle. Kräne, Baumaschinen und umfangreiche Baustelleneinrichtungen bestimmen das Areal neben dem „EDGE Friedrichspark“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„B.YARD“: Holzhybrid-Bauweise und nur 17 Stellplätze für Autos
Neue Details liefert vor allem das Bauunternehmen ZECH. Demnach entstehen in der Tiefgarage 110 Stellplätze für Fahrräder und Lastenräder. Für Autos sind dagegen lediglich 17 Stellplätze vorgesehen, darunter drei barrierefreie Plätze. Rund zwei Drittel des Ensembles sollen in Holzhybrid-Bauweise entstehen. Auch die Fassade des Bürogebäudes soll Holz als sichtbares Material aufnehmen.
Hinzu kommen begrünte Dächer und Photovoltaikanlagen. Regenwasser soll in Retentionsschichten zurückgehalten werden. Die Freiraumplanung geht noch weiter: Vorgesehen sind Hain- und Rotbuchen, erhaltene Schnurbäume, Sitzmöglichkeiten und eine Fläche für Urban Gardening. Die unterschiedlich hohen Dachflächen sollen extensiv und intensiv begrünt werden.
Die Visualisierung von „B.YARD“ zeigt begrünte Dachflächen, Dachterrassen und Photovoltaikanlagen des geplanten Neubaus an der Straße der Pariser Kommune.
Direkt neben dem „EDGE Friedrichspark“ entsteht der nächste große Neubau
Besonders deutlich wird die Veränderung des Areals aus der erhöhten Perspektive. Unmittelbar hinter der Baugrube steht bereits der fast vollständig ausgebaute „EDGE Friedrichspark“ mit seiner markanten grünen Fassade. Der Bürokomplex umfasst rund 39.000 Quadratmeter Geschossfläche und bildet inzwischen eine lange Gebäudekante zwischen Ostbahnhof und dem früheren Wriezener Bahnhof.
Mit dem „B.YARD“ schließt sich nun die nächste größere Lücke an diesem Standort. Der Neubau fällt zwar deutlich kleiner aus, bringt im Gegensatz zum benachbarten Büroprojekt jedoch auch Wohnungen und Kulturflächen mit. Anfang 2028 soll das Ensemble fertig sein. Bis dahin dürfte sich der Blick über das Gelände noch grundlegend verändern: Die beiden Kräne markieren bereits, wo der Neubau künftig unmittelbar vor dem grünen „EDGE Friedrichspark“ stehen wird.
Auch von der Straße prägen die beiden Baukräne inzwischen das „B.YARD“ in Friedrichshain. In der Baugrube an der Straße der Pariser Kommune laufen die Arbeiten am neuen Wohn- und Gewerbeensemble. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Auf der „B.YARD“-Baustelle in Friedrichshain laufen die Arbeiten in der gesicherten Baugrube. Zwei Kräne stehen inzwischen direkt vor dem „EDGE Friedrichspark“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
B.YARD in Friedrichshain
Am Ostbahnhof entsteht mit dem „B.YARD“ ein gemischt genutztes Ensemble mit 60 Wohnungen, Büro-, Atelier-, Kultur- und Handelsflächen.
Quellen: Tchoban Voss Architekten, ZECH Hochbau, Equora Capital, DCD Services, ST raum a. Landschaftsarchitektur, German Design Award, EDGE





