Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Planegger Bauhofs liefert regionalen nachhaltig produzierten Sonnenstrom und ist damit ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende. Das Regionalwerk Würmtal – der regionale Energieversorger der drei Würmtalgemeinden Gauting, Krailling und Planegg – hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Planegg den Bauhof zu weiten Teilen energieautark gemacht. Seit Anfang des Jahres sei die Anlage auf dem Dach in Betrieb und decke bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs, erklärt Projektleiter Nico Schartner. Im Sommer sei der Bauhof der Kommune „wahrscheinlich autark“.

Die Anlage verfügt über eine Leistung von 13,5 Kilowatt und wird durch einen Stromspeicher ergänzt, heißt es in einer Pressemitteilung des Regionalwerks. Durch den Speicher sei es möglich, dass 80 Prozent des produzierten Stroms direkt am Bauhof verbraucht würden, 20 Prozent würden ins Stromnetz eingespeist, erklärt Schartner auf Anfrage. Die Anlage liefere voraussichtlich bis zu 14 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und spare somit etwa fünf bis sechs Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Die Gemeinde Planegg wiederum profitiere von dem günstigeren lokal erzeugten Strom.

Das Regionalwerk Würmtal, das 2012 in Betrieb ging, ist zuständig für Planung, Errichtung sowie den Betrieb der Anlage über einen Zeitraum von 20 Jahren. Rund 1 500 Haushalte werden vom Regionalwerk mit Ökostrom versorgt. Anlagen zur nachhaltigen Stromproduktion decken den Bedarf von etwa 1 000 Haushalten, heißt es in der Mitteilung.