Bei den Zuschauer-Zahlen der Opel Handball-Bundesliga wieder Platz 2 hinter der dem THW Kiel und damit Handball-Vizeweltmeister, in der Abschlusstabelle der Saison 2025/26 reichte es für die TSV Hannover-Burgdorf nur zu Rang 11. Ernüchterung in Zentral-Niedersachsen.

Eine erste Reaktion auf die Delle erfolgte bereits im Januar. Ex-Bundestrainer Christian Prokop raus, Juan Carlos Pastor rein. Der spanische Trainer hat nun seine erste komplette Vorbereitung mit seinem neuen Klub hinter sich. Daran darf er jetzt auch gemessen werden.

Umschwung im Windschatten

Im Grunde genommen wurde die vergangene Saison – zumindest in der Bundesliga – bereits verbockt, als sie noch nicht mal zur Hälfte absolviert war. Unzufriedenheit innerhalb des Kaders, der personell seine Schwächen hatte. Ein wahrscheinlich zu spät erfolgter Trainerwechsel.

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Fazit des Sportchefs Sven-Sören Christophersen: „Wir sind mit dem Gesamtergebnis in der Bundesliga in der letzten Saison natürlich nicht zufrieden. Auch im Pokal durch das Aus beim späteren Finalisten Bergischen HC nicht. In der European League war es okay, da sind wir knapp im Viertelfinale gescheitert. Die Gesamt-Performance in der Bundesliga hat auf jeden Fall Luft nach oben.“

Sein Plan für die neue Spielzeit: „Auf uns schauen und nicht so sehr gucken, was die anderen machen.“ Mit drei Neuzugängen ging Hannover-Burgdorf die neue Saison an. Der Isländer Sigvaldi Gudjonsson (kam aus Kolstad/Norwegen) verpasste den Großteil der Vorbereitung zwar wegen Rückenproblemen, der dürfte den abgewanderten Marius Steinhauser (zu Rhein-Neckar Löwen) jedoch bestens ersetzen. Nationalspieler Sebastian Heymann (kam aus Mannheim) soll die schmerzhafte Lücke im halblinken Rückraum schließen. Und Kreisläufer Tim Zechel wird zeigen, dass er beim SC Magdeburg die letzten Jahre zu Unrecht unter dem Radar durchflog.

Für die DHB-Nationalspieler Renars Uscins und Justus Fischer wird es die letzte Saison mit Hannover-Burgdorf. Uscins zieht es nach Paris, Fischer nach Kiel. Das deren Abgänge die Niedersachsen in ein tiefes Loch schubsen, ist auszuschließen.