Aachen/Rheda-Wiedenbrück. Para-Dressur-Reiterin Heidemarie Dresing hat in der „Weltpferdestadt“ Aachen sportlich äußerst erfolgreiche Tage verlebt. Die 71-Jährige aus Hagen, die bereits seit 2012 in Rheda-Wiedenbrück lebt und für den Zucht-, Reit und Fahrverein Gütersloh startet, gewann in der Kaiserstadt im Zuge der Reitsport-Weltmeisterschaften nun ihren ersten WM-Titel und holte zudem noch jeweils einmal Silber und einmal Bronze.

Auf ihrer Oldenburger Rappstute Poesie gewann Dresing in der Einzelentscheidung im Grade II Gold und startete so gleich mit einem Ausrufezeichen in die Titelkämpfe. „Das ist Wahnsinn, ich hab das noch gar nicht richtig realisiert“, sagte Heidemarie Dresing danach dem WDR. Dresing hatte mit Poesie unter anderem auch schon Deutsche Meisterschaften gewonnen und krönte nun auf der ganz großen Bühne diese enge Verbindung zwischen Pferd und Tier.

Lesen Sie auch: Fans im Heidewald vergleichen Gütersloher Spieler mit Stürmer-Legende – das steckt dahinter

Die erfahrene Reiterin, die im Jahr 2011 die Diagnose Multiple Sklerose (MS) erhalten hatte und seitdem erfolgreich in der Para-Dressur aktiv ist, hatte bereits bei den Paralympics 2021 in Tokio und 2024 in Paris Medaillen gewonnen. Nun setzte sie in Aachen nach ihrem ersten WM-Titel ihre Medaillenjagd auch in den Folgetagen fort.

Reit-WM in Aachen: Sportlerin aus Rheda-Wiedenbrück erfolgreich

Heidemarie Dresing, die ihr Pferd Poesie gern liebevoll „Püppi“ nennt, legte dann gemeinsam mit ihrem Pferd im deutschen Team mit Helen Brandt (auf Vulkan Vegas), Regine Mispelkamp (auf Highlander Delight’s) und Anna-Lena Niehues (auf Vive l’Amour) in der Teamwertung der Para-Dressurreiterinnen in Aachen einen starken Auftritt hin. Heraus sprang letztlich die Silbermedaille hinter den Equipen der USA und vor dem Team der Niederlande. „Ich bin wirklich super, super zufrieden mit allen, sie haben eine mega Leistung hier gebracht“, sagte Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer.

Lesen Sie auch: Riesiger Andrang aus ganz Deutschland auf DFB-Pokalspiel des SC Verl gegen Hamburg

Eine elegante Vorstellung im Dressur-Viereck präsentierten Heidemarie Dresing und Poesie dann auch noch in der Kür. Hinter Triple-Paralympics-Siegerin Fiona Howard aus den USA auf Diamond Dunes und der Britin Jemima Green auf Fantabulous erreichte Dresing die Bronzemedaille – und gewann damit den kompletten Medaillensatz bei dieser WM.