48 Prozent der Deutschen stehen dem Einsatz von KI-gesteuerten humanoiden Robotern im Haushalt offen gegenüber, wie eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt. 18 Prozent können sich das „auf jeden Fall“ vorstellen, 30 Prozent antworteten „eher ja“. Die andere Hälfte der Bevölkerung sieht die potenziellen Haushaltshelfer skeptisch. So lehnen 47 Prozent den Einsatz ab.
„Humanoide Roboter polarisieren“, sagte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. „Ihr menschenähnliches Aussehen fasziniert, kann aber auch verunsichern. Entscheidend für ihre Akzeptanz wird sein, ob sie im Alltag einen konkreten Nutzen bieten und den Menschen tatsächlich Arbeit abnehmen.“
Bei den Einsatzbereichen wünschen sich die Interessierten vor allem Unterstützung bei alltäglichen Pflichten: 87 Prozent würden den Roboter aufräumen lassen, 77 Prozent Einkäufe wegräumen und 73 Prozent putzen lassen. Mehr als die Hälfte kann sich zudem Hilfe beim Kochen (60 Prozent), bei der Haustierbetreuung (58 Prozent), oder bei der Betreuung von Pflegebedürftigen (55 Prozent) vorstellen.
Das vernetzte Wohnen setzt sich in Deutschland immer breiter durch
Gleichzeitig gibt es deutliche Vorbehalte: 46 Prozent der Befragten empfinden einen menschenähnlichen Roboter in den eigenen vier Wänden als unheimlich. Sie stimmten in der Umfrage der Aussage zu: „Je menschenähnlicher ein Roboter ist, desto gruseliger finde ich ihn.“ Mehr als die Hälfte fürchtet zudem, durch humanoide Roboter die Kontrolle über das eigene Zuhause zu verlieren.
Generell setzt sich das vernetzte Wohnen in Deutschland immer breiter durch: Erstmals nutzt mehr als die Hälfte der Bundesbürger Smart-Home-Anwendungen. Das ist ein Anstieg gegenüber 46 Prozent zum Jahr 2024. Auch Künstliche Intelligenz rückt tiefer in den Wohnbereich: Fast ein Drittel der Befragten würde gerne in einem komplett KI-gesteuerten Haus wohnen.