In der großen Betriebshalle auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Oellers in Neersen rattert das Förderband. Helmut Oellers, seine Frau Marita und Sohn Helmut stehen am hell beleuchteten Bereich des Bandes, über das die Kartoffeln in Richtung eines Lastkraftwagens laufen, der vor dem großen Tor steht. 25 Tonnen Kartoffeln sind auf dem Weg in den Lkw und erfahren eine letzte Sichtkontrolle, bevor es in die niederländische Pommes-Fabrik geht. „In diesem Jahr fallen die Kartoffeln aufgrund der Hitze und Trockenheit kleiner aus. Wer nicht ausreichend bewässert hat, dessen Erträge und Qualitäten liegen weit hinter der Norm, die für die Pommes frites gewünscht sind“, sagt Helmut Oellers. Er ist das Wagnis eingegangen und hat mehrfach bewässert. Wagnis aus dem Grund, weil die Erzeugerpreise aufgrund der weltweiten Konflikte und Krisen stark schwanken und kein Landwirt sicher sein kein, ob die Investitionen, die er in seine Produktion gesteckt hat, auch entsprechend vergütet werden, damit die Bilanz am Ende des Jahres stimmt. „Es ist kein Jahr zum Geldverdienen“, beschreibt es Helmut Oellers mit Blick auf die aktuelle Situation und die Erntebilanz im Kreis Viersen.