Stand: 24.08.2026 16:23 Uhr

Das Bild zeigt das Landgericht in Hannover.

Das Landgericht hat das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt. (Themenbild)

Das Landgericht Hannover hat das Verfahren gegen einen Berufssoldaten am Montag eingestellt. Dem 41-Jährigen wurde vorgeworfen, bei einer Weihnachtsfeier vor zwei Jahren eine Kameradin vergewaltigt zu haben. Wie ein Gerichtssprecher gegenüber NDR Niedersachsen mitteilte, seien im Prozess erhebliche Zweifel aufgekommen, dass die Frau vom Angeklagten zum Sex gezwungen worden sei. Aussagen anderer Gäste hätten dies nicht bestätigt. Das Verfahren ist laut Sprecher gegen eine Geldauflage in Höhe von 3.400 Euro eingestellt worden. Der Angeklagte muss die Summe zahlen, da weiterhin ein hinreichender Tatverdacht der fahrlässigen Körperverletzung bestehe. Er soll seine Kameradin gewürgt haben. Dabei habe die Frau auch mehrere Hämatome an Hals und Körper davongetragen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Den Großteil der Summe soll den Angaben zufolge an die Opferhilfe-Organisation Weißer Ring gehen, einen kleineren Teil soll das Opfer selbst erhalten.

Ein Aufkleber mit "Nur Ja heißt Ja" hängt an einem Laternenmast.

Nach dem Fall Gnarrenburg hat der NDR mit einer Juristin der Leibniz Uni Hannover über sexualisierte Gewalt gesprochen.

Prozess am Landgerichth Hannover: Ein Berufssoldat soll eine Kamaradin vergewaltigt haben.

Er räumte vor dem Landgericht Hannover ein, Oralverkehr mit seiner Kameradin gehabt zu haben – und sprach von Einvernehmlichkeit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 24.08.2026 | 15:00 Uhr