
Stand: 24.08.2026 18:12 Uhr
Ein 28-Jähriger ist am Montag vom Amtsgericht Hannover zu fünf Monaten Haft verurteilt worden. Er hat zugegeben, im Juli eine Bankfiliale mit einem Messer betreten und von einem Mitarbeiter zehn Euro erbeutet zu haben.
Der Angeklagte habe erklärt, dass es ihm nie ums Geld gegangen sei, sagte ein Gerichtssprecher dem NDR Niedersachsen. Durch eine Inhaftierung habe der Mann der Obdachlosigkeit entfliehen wollen. Dazu passe, dass er bei dem Überfall mehrfach nach der Polizei gefragt habe.
Urteil bereits rechtskräftig
Das Gericht befand den wohnungslosen Angeklagten der Bedrohung in Tateinheit mit Nötigung für schuldig. Als positiv wertete es das Geständnis des 28-Jährigen. Da er aber erheblichen Vorstrafen, zwei verbüßte Haftstrafen und keine positive Sozialprognose habe, sei die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden, hieß es. Das Urteil ist laut Sprecher rechtskräftig, weil der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel verzichtet haben.
Banküberfall mit Messer
Der Angeklagte hatte im Juli eine Bankfiliale in der Nordstadt betreten und die Bankmitarbeiter mit einem rund 30 Zentimeter langen Messer bedroht. Er forderte sie auf, Bargeld herauszugeben. Die Mitarbeiter erklärten dem Mann laut Gericht mehrmals, dass es in der Bankfiliale keine Kasse gebe. Ein Mitarbeiter habe dem Mann schließlich zehn Euro aus seinem eigenen Portemonnaie gegeben, so das Amtsgericht. Vor dem Gebäude gab er das Messer demnach einem Kunden. Dieser hielt den 28-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest.