Aus einem leckgeschlagenen Lkw-Tank liefen am Montagvormittag größere Mengen Kraftstoff aus. Beim Rangieren war der gerade im Gewerbegebiet an der Neusser Straße mit 1000 Liter Diesel vollgetankte Lastwagen an einer Rampe hängen geblieben. Diese schlitzte den Tank auf, das Fahrzeug blieb auf der Straße stehen. Die Feuerwehr Jüchen wurde alarmiert und war mit den Löschzügen Jüchen und Gierath und im weiteren Verlauf 25 Einsatzkräften vor Ort.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren bereits 150 Liter Diesel in die Kanalisation gelaufen. Um einen größeren Umweltschaden zu verhindern, erhöhte die Einsatzleitung die Alarmstufe und rief weitere Einsatzkräfte hinzu, um umfangreiche Maßnahmen treffen zu können.
Als Erstmaßnahmen wurden Barrieren um die Schachtabdeckungen der Kanalisation gelegt, um einen weiteren Einfluss der Betriebsmittel zu verhindern. Dann kamen die nachalarmierten Kräfte, sodass die Einsatzmaßnahmen ausgeweitet werden konnten. In mehreren Behältern wurden die auslaufenden Betriebsmittel aus dem Lkw-Tank aufgefangen. „Mit einer Ölpaste haben wir den leckgeschlagenen Tank notdürftig abdichten können“, erklärt Einsatzleiter Heinz-Dieter Abels.
Da die Kanalisation in ein Regenrückhaltebecken einläuft, wurde ein Teil der nachrückenden Einsatzkräfte dorthin entsandt, um das Becken auf eine mögliche Gewässerverunreinigung zu überprüfen. Die gemeinsam mit einem Vertreter der Abwasserbetriebe der Stadt Jüchen dort eingesetzten Kräfte konnten eine Entwarnung geben.
Nach Rücksprache mit dem Vertreter der Abwasserbetriebe setzte die Wehr dort Ölsperren ein, die den möglichen Einlauf von Betriebsmitteln in das Gewässer stoppen sollten. Solche Ölschläger saugen Öl auf. Ein Spezialunternehmen aus Viersen pumpte den verbliebenen Kraftstoff aus dem Lkw und schleppte diesen anschließend ab. Die Jüchener Feuerwehr konnte die Einsatzstelle für eine Kanalspülung an die Untere Umweltschutzbehörde des Rhein-Kreis Neuss und die Abwasserbetriebe der Stadt Jüchen übergeben. Die Polizei war ebenfalls am Einsatz beteiligt.