Die erste Runde des DFB-Pokals wird mit den Montagsspielen abgeschlossen. Bislang haben sich alle Bundesligisten für die nächste Runde qualifiziert. Am Montag gelingt das auch dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln.

SC Verl – Hamburger SV 0:3

Der Drittligist aus Verl erwischt gegen den HSV den besseren Beginn und macht zunächst den gefährlicheren Eindruck. Die Hamburger gehen dennoch kurz vor der Halbzeit in Führung. In der 41. Minute nutzt Grönbaeck einen Fehler von Vogler im Spielaufbau und schiebt zum 1:0 ein.

Nach der Pause dauert es nicht lange, bis der HSV nachlegt. Grönbaeck ist erneut zur Stelle und erhöht in der 46. Minute auf 2:0. Nur vier Minuten später sorgt Louis Lemke für den nächsten Höhepunkt. Der erst sechzehnjährige HSV-Spieler trifft zum 3:0 und schreibt damit Vereinsgeschichte: Mit 16 Jahren und 320 Tagen ist er der jüngste Pflichtspiel-Torschütze des HSV. Den bisherigen Rekord hielt HSV-Ikone Uwe Seeler (†85). „Uns“ Uwe war beim Pokalsieg gegen Trier (5:3 n.V.) im Jahr 1954 17 Jahre und 283 Tage alt.

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Der HSV tritt in Gedenken an den verstorbenen Investor Klaus-Michael Kühne (†89) mit Trauerflor an. Sportlich bringt der klare Sieg den Hamburgern den Einzug in die nächste Runde.

Würzburger Kickers – 1. FC Köln 1:2

Der 1. FC Köln muss beim Drittligisten Würzburger Kickers lange um das Weiterkommen kämpfen. Nach dem turbulenten Transferpoker um Said El Mala, der inzwischen bis 2031 unterschrieben hat, steht der Offensivspieler erstmals mit der Rückennummer 10 auf dem Platz. Auch seine Schuhe im Metallic-Look fallen auf – sie werden ebenfalls von Cristiano Ronaldo getragen.

El Mala ist früh an der ersten Kölner Chance beteiligt. In der 8. Minute scheitert er jedoch an Würzburgs Torhüter Rajkovacic. Insgesamt kommt Köln besser in die Partie, den ersten Treffer erzielen aber die Gastgeber. Abrango köpft in der 18. Minute zum 1:0 ein.

Kurz darauf unterbrechen Proteste der Kölner Fans das Spiel. In der 22. Minute fliegen Tennisbälle auf den Rasen. Mit einem Banner wenden sich die Anhänger gegen Montagsspiele. Nach dem gelungenen Auftakt findet El Mala anschließend kaum noch ins Spiel und bleibt mehrfach an der Würzburger Defensive hängen. In der 89. Minute humpelt er dann vom Feld, wird gegen Okon-Engstler ausgewechselt.

Köln gelingt bis dahin allerdings noch die Wende. Johannesson wird mit zwei Treffern zum entscheidenden Mann der Partie. Der Isländer gleicht zunächst aus und bringt den Bundesligisten anschließend mit seinem zweiten Tor in der 77. Minute endgültig auf die Siegerstraße.

VSG Altglienicke – VfL Wolfsburg 6:5 i.E.

Dusel-Weiterkommen für den VfL Wolfsburg! Dabei beginnt die Rückkehr von Fabian Reese nach Berlin zunächst mit einem Fehlstart. Der frühere Hertha-Star muss bereits in der 6. Minute mit ansehen, wie Nietfeld den Regionalligisten Altglienicke mit 1:0 in Führung bringt. Reese war im Sommer für 8 Mio. Euro Ablöse nach Wolfsburg gewechselt. Bei seinen Ballkontakten im Amateur-Stadion von Hertha wird er nun von vielen Fans ausgepfiffen.

Nach dem Seitenwechsel findet der Zweitligist besser ins Spiel und kommt durch Arnold zum Ausgleich. Der Kapitän trifft in der 55. Minute zum 1:1. Doch Wolfsburg macht sich das Leben anschließend selbst schwer. Torhüter Zwick leistet sich einen Fehler, den Saliger in der 71. Minute zur erneuten Führung für Altglienicke nutzt.

Arnold hält den VfL anschließend erneut im Spiel. In der 83. Minute bringt er einen Freistoß direkt im Tor unter und stellt auf 2:2. Die Entscheidung fällt damit in der Verlängerung – und wieder ist Arnold beteiligt. Der Wolfsburger Kapitän will den Ball per Kopf zu Zielinski zurücklegen, doch sein Versuch misslingt. Ibrahimi schnappt sich die Kugel und bringt den Außenseiter mit 3:2 nach vorn.

Altglienicke ist damit aber noch nicht durch. In der 117. Minute sorgt Wahl für den erneuten Ausgleich zum 3:3. Nach 120 Minuten steht somit noch immer kein Sieger fest. Die Partie muss im Elfmeterschießen entschieden werden. Dort verschießt zwar ausgerechnet Reese, doch Altglienicke trifft gleich zweimal nicht – Wolfsburg ist weiter!