Braunschweig/Bielefeld. Nach dem Klassenerhalt hat Arminia Bielefeld im Sommer aussortiert. Trainer Mitch Kniat musste gehen, ebenso etliche Spieler. Darunter auch ein Quintett, das zum Stammpersonal des Zweitligisten zählte. Doch während Mael Corboz (Grenoble Foot), Christopher Lannert (SV Darmstadt 98), Semir Telalovic (Rot-Weiss Essen) und Noah Sarenren Bazee (Waldhof Mannheim) einen neuen Verein gefunden haben, ist Robin Knoche noch auf der Suche. Aktuell hält sich der 34-Jährige bei einem Landesligisten fit. Wird womöglich mehr daraus?
Im vergangenen Winter hatten die Bielefelder Knoche vom 1. FC Nürnberg geholt. Der Innenverteidiger bekam auf Anhieb einen Stammplatz. Zwölf Partien bestritt Knoche für die Ostwestfalen (zwei Tore), davon elf von Beginn an. Beim letzten und entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt daheim gegen Hertha BSC (6:1) verzichtete der damalige Coach Kniat dann aber auf Knoche. Und weil auch Kniat-Nachfolger Oliver Kirch andere Pläne verfolgte, trennten sich nach dem Saisonende die Wege von Verein und Spieler bereits wieder.
Seitdem befindet sich der Routinier, der mehr als 300 Bundesligapartien bestritt, mit dem VfL Wolfsburg den DFB-Pokal gewann und in der Champions League auflief, auf Vereinssuche. Um sich fit zu halten, trainiert Knoche derzeit beim niedersächsischen Landesligisten Lupo Martini, bei dem im Jahr 2017 für einige Monate auch schon mal der ehemalige Arminia-Profi Detlev Dammeier Trainer war, mit. Das berichtet die „Braunschweiger Zeitung“.
Eintracht Braunschweig? „Dazu sage ich nichts“
Coach des Wolfsburger Amateurvereins ist Kevin Schulze, mit dem Knoche viele Jahre gemeinsam im Nachwuchs des VfL spielte. An ein Engagement für Lupo Martini denkt Knoche allerdings nicht. Er verfolgt andere Ziele. „Ich würde mich nicht fit halten, wenn ich nicht noch mal spielen wollen würde“, wird er zitiert.
Dass er betont, aus familiären Gründen der Region stark verbunden zu sein, lässt seinen potenziellen künftige Wirkungskreis recht überschaubar ausfallen. Andere Angebote von außerhalb habe er eigenen Worten zufolge deshalb bereits abgelehnt. Auf die Frage, ob Zweitligist Eintracht Braunschweig für ihn interessant sei, antwortet Knoche gegenüber der „BZ“: „Ich sage nichts dazu. Aber das ist in der Region, und als Braunschweiger verfolge ich natürlich, was die Eintracht macht.“

In der vergangenen Zweitligasaison spielte Robin Knoche (r.) mit dem DSC Arminia Bielefeld gegen Eintracht Braunschweig. Die Partie des 21. Spieltags endete 3:2 für die Ostwestfalen.
(© Sarah Jonek)
Knoche ist gebürtiger Braunschweiger, hier lebt er mit seiner Familie. Gespielt hat er für die Eintracht allerdings noch nie. Nach den Anfängen als Kind beim TSV Lamme folgte 2002 der Wechsel zu Olympia Braunschweig. Von dort lotste ihn 2005 der VfL nach Wolfsburg. 2020 schloss er sich Union Berlin an, 2024 dann dem 1. FC Nürnberg und im Januar 2026 Arminia Bielefeld. Auszuschließen ist es offenbar nicht, dass er im Laufe der Saison auf den DSC treffen wird. Am zehnten Spieltag ist die Eintracht auf der Alm zu Gast.