Stand: 25.08.2026 10:09 Uhr

Ein Nutria (Myocastor coypus) schwimmt im Wasser eines Fließes im Spreewald.

Pro erlegtem Nutria gibt es eine „Schwanzprämie“ in Höhe von 14 Euro.

Die Zahl der in Hamburg erlegten Nutrias ist im vergangenen Jagdjahr sprunghaft gestiegen – um insgesamt rund 40 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Vom 1. April 2025 bis Ende März 2026 wurden insgesamt 4.918 Nutrias erlegt oder tot aufgefunden. Im Vorjahreszeitraum waren es 3.510, wie aus der neuen Wildnachweis-Statistik der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft hervorgeht.

Weil Nutrias bereits erhebliche Schäden an Deichen und Böschungen entlang der Elbe und anderen Feuchtgebieten verursacht hätten, habe die Hamburger Umweltbehörde für die Bejagung der Tiere eine „Schwanzprämie“ von 14 Euro pro erlegtem Tier eingeführt, erläuterte Dorothee Giffey, die Präsidentin des Landesjagdverbandes Hamburg. Nutrias, auch Biberratten genannt, stammen ursprünglich aus Südamerika. „Sie vermehren sich sehr stark und haben hier keine natürlichen Feinde“, erläuterte Giffey.