Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland greift ukrainischen Grenzübergang zu Moldau an
Aktualisiert am 25.08.2026 – 09:54 UhrLesedauer: 11 Min.
Grenzübergang Vynohradivka: Es gab einen russischen Angriff. (Quelle: Staatlicher Grenzschutz der Ukraine)
Russland hat einen ukrainischen Grenzübergang angegriffen. Ein Brand in einer russischen Raffinerie hat wohl Todesopfer gefordert. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Russland greift ukrainischen Grenzübergang zu Moldau an
Russland hat einen ukrainischen Grenzübergang zu Moldau angegriffen und schwer beschädigt. Der Auto-Kontrollpunkt Vynohradivka wurde offenbar mit Shahed-Drohnen getroffen, berichtet der ukrainische Grenzschutz. Der Grenzverkehr ist an dieser Stelle aktuell gesperrt, Moldau sei informiert worden.
Bereits in der vergangenen Woche wurde ein Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau angegriffen. Damals wurde der Kontrollpunkt Tabaky getroffen und für den Passagier- und Fahrzeugverkehr gesperrt.
Zwei Tote und Brand in russischer Ölraffinerie nach Drohnenangriff
Nach einem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ist Behördenangaben zufolge eine Ölraffinerie in Brand geraten. Durch herabfallende Trümmerteile seien in der Umgebung zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Wenjamin Kondratjew über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Die Raffinerie ist eine der größten Erdölverarbeitungsanlagen in Südrussland und verarbeitet jährlich rund 6,25 Millionen Tonnen Rohöl. Das sind rund zwei Prozent der russischen Raffinerieproduktion. Bereits in der Vergangenheit hatte die Ukraine die Anlage angegriffen.
„Koalition der Willigen“ unbeeindruckt von Moskaus Drohungen
Die westlichen Unterstützer der Ukraine zeigen sich von den anhaltenden Drohungen Russlands unbeeindruckt. Die Ukraine müsse „in ihrem Kampf zur Verteidigung ihrer Souveränität, Freiheit und territorialen Unversehrtheit“ weiter unterstützt werden, teilten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Andy Burnham in einer Mitteilung nach einer Videoschalte der sogenannten „Koalition der Willigen“ als Co-Gastgeber mit.
Die Ukraine habe das „ureigene Recht“, sich gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen, hieß es in der gemeinsamen Stellungnahme. „Unverantwortliche Drohungen seitens Russlands“ würden der Unterstützung der Ukraine durch die europäischen Länder keinen Abbruch tun. Man sei entschlossen, „die militärische Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen, als besonders dringliche Aufgabe die Flugabwehr der Ukraine zu stärken, die Zusammenarbeit mit ihrer Rüstungsindustrie zu verbessern und einschlägige Technologien zu teilen“, hieß es weiter.
Die Regierung in London genehmigte den Antrag Selenskyjs für den Bau von weitreichenden Marschflugkörpern mit britischer „Storm Shadow“-Technologie. In Moskau sorgte die Ankündigung bereits am Morgen für harsche Kritik: Kremlsprecher Dmitri Peskow warf London vor, mit den Scalp-Plänen „methodisch und regelmäßig Öl ins Feuer“ des Kriegs zu gießen. Russland droht demnach mit „einer Zerstörung der entsprechenden Objekte“. Großbritanniens Premier Burnham bezeichnete die russischen Drohungen hingegen als „unerhört“.
