Es ist ein heiß diskutiertes soziales Thema, das den Augsburger Stadtteil Oberhausen immer wieder in den Blickpunkt rückt. Der Süchtigentreff ist vom Oberhauser Bahnhof ins Forum St. Johannes in der Donauwörther Straße umgezogen. Es gebe Startschwierigkeiten, weil vieles sich einspielen müsse. So sehen es zumindest Jonas Holm, Vorsitzender der Arge Oberhausen, und Alexander Ferstl, Chef des Modehauses Jung und zugleich Vorsitzender der Werbegemeinschaft Oberhausen. „Wir müssen der Stadt und Ordnungsreferent Frank Pintsch aber etwas Zeit geben“, sagt Holm, der in Oberhausen lebt und sich ehrenamtlich engagiert.

Der junge Mann möchte aktiv dazu beitragen, „dass sich Oberhausen auch von seiner positiven Seite zeigt“. Eine Möglichkeit dazu besteht am Sonntag, 6. September. Oberhausen feiert den traditionellen Marktsonntag. Es ist eine Veranstaltung, die weit über die Grenzen des Stadtteils hinausstrahlt.

Marktsonntag in Oberhausen: Sturzregen sorgt für Absage

Arge steht für Arbeitsgemeinschaft der Oberhauser Vereine und Organisationen. Der Verein in maßgeblicher Position und die Werbegemeinschaft organisieren den Marktsonntag. Ihn gibt es seit mehr als 30 Jahren. Arge-Schatzmeisterin Gertraud Baumann erinnert sich: „Wegen des Wetters mussten wir erst einmal kurz nach der Eröffnung absagen, es gab damals einen Sturzregen.“ Früher hatte Gertraud Baumann ein Geschäft in der Ulmer Straße. Es ist der Straßenzug, in dem am Marktsonntag stets die Stände stehen. „Der Marktsonntag gehört zu Oberhausen“, sagt sie.

Vorsitzender Jonas Holm sagt, „dass die Geschäftswelt auch heute noch mitzieht“. Allerdings leide die Teilnahme von Händlern unter der Ferienzeit. Viele Händler mit Migrationshintergrund seien in den Ferienwochen in ihren Heimatländern. Da der Marktsonntag dieses Jahr vergleichsweise spät terminiert sei, könne sich die Ausgangslage verbessern. Am 6. September wären wohl einige Urlauber zurück in Oberhausen.

Der Umzug gehört traditionell zum Oberhauser Marktsonntag.

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Der Umzug gehört traditionell zum Oberhauser Marktsonntag.
Foto: Michael Hochgemuth

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Der Umzug gehört traditionell zum Oberhauser Marktsonntag.
Foto: Michael Hochgemuth

Bei der Wahl des Termins für den Marktsonntag bleibt den Verantwortlichen kein Spielraum. Der Marktsonntag im Stadtteil ist gekoppelt an den Herbstplärrer. Das Volksfest lässt zu, dass ein Marktsonntag erlaubt wird. Festgelegt ist darüber hinaus, dass der Marktsonntag immer am zweiten Plärrer-Wochenende stattfinden müsse. Holm: „Rein theoretisch könnten wir uns überlegen, ob wir in die Zeit des Osterplärrers ausweichen, um auf die Urlaubszeit Rücksicht zu nehmen.“ Es seien Gedankenspiele.

Marktsonntag in Oberhausen: Geschäfte öffnen von 13 bis 18 Uhr

Aktuell richten sich die Vorbereitungen auf 6. September. Von 11 bis 18 Uhr wird die Ulmer Straße zwischen Helmut-Haller-Platz und Wertachbrücke zur großen Markt- und Begegnungsmeile. Am Bahnhofsvorplatz findet Programm statt. An der Ulmer Straße selbst stehen Stände von Gewerbetreibenden, Vereinen, Parteien und sozialen Einrichtungen. Um 13 Uhr wird das Fest offiziell eröffnet. Danach findet ein Umzug entlang der Festzone statt. Geschäfte öffnen von 13 bis 18 Uhr.

Der Marktsonntag soll für Familien attraktiv sein, betonen die Macher. Insbesondere für Kinder ist der Helmut-Haller-Platz als Anlaufstation gedacht. Polizei, Feuerwehr, THW und weitere Organisationen präsentieren sich. Zudem sorgen ab 14 Uhr die schwäbischen Wirtshausmusikanten für Unterhaltung.

Der Marktsonntag soll den Stadtteil Oberhausen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken, sagt Holm. Es gehe hier um die Interessen von mehr als 29.000 Einwohnern. Der Süchtigentreff spiele dabei eine Rolle, aber in Oberhausen passiere viel mehr: „Daher ist es etwas schade, dass lediglich zwei Stadträte in Oberhausen wohnen und den Stadtteil vertreten.“