Drohung gegen Großbritannien

Putin-Berater droht britischen Fabriken

25.08.2026 – 11:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Wladimir Putin (Archivbild): Er hat Unterstützern der Ukraine bereits mehrfach gedroht. (Quelle: IMAGO/Alexey Nikolskiy/imago)

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Großbritannien unterstützt die Ukraine beim Bau weitreichender Marschflugkörper. Ein früherer russischer Vizeaußenminister spricht nun von möglichen Angriffen von „unbekannter“ Seite.

Ein Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat britische Rüstungsbetriebe als mögliche Ziele einer russischen „halbmilitärischen“ Aktion genannt. Der frühere russische Vizeaußenminister Andrei Fedorov sagte am Montagabend in der BBC-Sendung „Newsnight“, er könne eine solche Reaktion auf die britische Unterstützung der Ukraine nicht vollständig ausschließen.

Auslöser ist eine Entscheidung Londons: Der Rüstungskonzern MBDA darf geheime Informationen zu britischen Komponenten des französischen Scalp-Marschflugkörpers freigeben. Frankreich und die Ukraine wollen damit die Montage der Waffe in der Ukraine vorbereiten.

„Sichtbare Reaktion“ gegen Großbritannien

Putin-Berater Fedorov sagte, Putin stehe unter politischem und öffentlichem Druck, Maßnahmen gegen Großbritannien zu ergreifen. Fedorov zufolge betrachte Putin Großbritannien inzwischen als Teil des Krieges in der Ukraine. Früher oder später könne deshalb auf die verbalen Drohungen eine sichtbare russische Reaktion folgen.

Was er unter einer „halbmilitärischen“ Reaktion versteht, ließ Fedorov zunächst offen. Als mögliche Reaktionen nannte Fedorov Cyberangriffe durch nicht näher bezeichnete Akteure. Zudem könne in Unternehmen, die Drohnen für die Ukraine herstellen, „etwas passieren“.

Auf die Frage, ob er damit Angriffe auf Fabriken in Großbritannien meine, antwortete Fedorov: „Sie könnten angegriffen werden – nicht von Russland, sondern von unbekannter Seite.“ Konkrete Hinweise auf bevorstehende Angriffe nannte er nicht.

London gibt geheime Raketendaten frei

Die Freigabe der Informationen zum Scalp-Marschflugkörper soll Frankreich und der Ukraine ermöglichen, Montagelinien für den Marschflugkörper in der Ukraine aufzubauen. Großbritannien hatte der Ukraine bereits 2023 als erstes Land weitreichende Marschflugkörper geliefert.

Premierminister Andy Burnham gab die Entscheidung während seines ersten Auslandsbesuchs nach seinem Amtsantritt bekannt. Er reiste am Montag zum ukrainischen Unabhängigkeitstag nach Kiew und versicherte Präsident Wolodymyr Selenskyj, die britische Unterstützung werde trotz der russischen Drohungen nicht nachlassen.

067SN_Ukraine_240826.JPEGVergrößern des BildesAndy Burnham (l.) und Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische Präsident begrüßte Burnham in Kiew. (Quelle: Press Service Of The President Of Ukraine/imago)