Microsoft erinnert an das Ende der Exchange Web Services (EWS) in Exchange Online, das das Unternehmen am 1. Oktober dieses Jahres einläuten will. Damit Admins nicht ganz ohne Unterstützung dastehen, hat Microsoft eine Handreichung implementiert, die ihnen hilft, Abhängigkeiten von den EWS aufzuspüren.
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Das erklären die Entwickler in einem Beitrag im Message-Center von Microsoft 365 (MC1447678, Kopie bei merill.net). Exchange Online erhält demnach ab sofort eine neue Konfiguration „EWSAllowedAppIDs“, womit Admins eine Liste erlaubter App-IDs anlegen können, die weiterhin Zugriff auf EWS erhalten sollen. Das soll helfen, die noch verbleibenden Abhängigkeiten von EWS zu identifizieren und den EWS-Zugang auf gezielt freigegebene Apps zu beschränken. Das begrenzt das Risiko von Dienstunterbrechungen im Rahmen der erzwungenen EWS-Abschaltung.
Zeitplan für EWS-Aus
Am 1. Oktober will Microsoft damit anfangen, die EWS in Exchange Online abzuschalten. Ab dem 1. April 2027 soll dann die vollständige EWS in allen Diensten in Rente geschickt werden.
Die Konfiguration „EWSAllowedAppIDs“ bezieht sich auf die Tenant-Ebene. Bis zum 1. Oktober gilt, dass aller EWS-Traffic erlaubt ist, wenn die Option „EWSEnabled“ nicht konfiguriert wurde. Die Einstellung „True“ ohne konfigurierte App-Liste erlaubt allen EWS-Traffic; sofern Apps eingetragen sind, dürfen nur noch diese EWS nutzen. Die Option „False“ blockiert sämtlichen EWS-Traffic. Ab dem 1. Oktober gilt, dass „EWSEnabled=True“ ohne App-Liste ebenfalls allen EWS-Traffic blockiert, ebenso wie die Einstellung auf „False“. Organisationen, die „EWSEnabled=True“ in Kombination mit „EWSAllowedAppIDs“ nutzen, können damit bis zum April 2027 EWS gezielt weiternutzen, erst danach ändert Microsoft das Verhalten erneut.
Eine weitere Anleitung aus dem Februar dieses Jahres soll IT-Verantwortlichen helfen, Apps zu erkennen, die EWS noch nutzen. Microsoft will die EWS-API nach fast 20 Jahren loswerden und sieht die Graph-API als ihren gleichwertigen Ersatz an, der weitgehend alle bisherigen Funktionen unterstützt.
Das Ende der Exchange-Web-Services hat Microsoft bereits von langer Hand vorbereitet und vor rund drei Jahren im Jahr 2023 angekündigt. Konkret fliegt die API aus Exchange Online und Microsoft 365 raus. Den damals genannten Termin zum 1. Oktober 2026 hält Microsoft nun tatsächlich ein, wonach Drittanbietersoftware keinen Zugriff mehr auf die Schnittstellen bekommen soll.
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(dmk)
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