Iran setzt Kopfgeld auf Trump-Sohn Barron aus
Irans Staatsfernsehen hat ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro) auf Barron Trump vermeldet. Der Bericht dazu wurde von den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) verbreitet und lief auf Kanal 3 des iranischen Staatsfernsehens. Der Titel des Beitrags lautet: „Wo und wie sollen wir Barron Trump töten?“ Das Video zeigt den Standort seiner Universität, Begleitfahrzeuge und Positionen von Secret-Service-Beamten; seine Bewegungen würden vollständig überwacht. Wer das Kopfgeld ausgesetzt hat, blieb zunächst unklar.
Es ist nicht das erste Drohvideo dieser Art. Im Juli hatte die IRGC-nahe Nachrichtenagentur Tasnim bereits einen Beitrag über die Wege von Melania Trump in New York veröffentlicht, Ende Mai berichtete die „New York Post“ über einen mutmaßlichen Anschlagsplan gegen Ivanka Trump. Auch gegen Donald Trump selbst richten sich seit der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen Ende Februar wiederholt Drohungen aus Teheran. Der US-Präsident hatte im Januar gewarnt, ein Anschlag auf sein Leben werde eine drastische Reaktion der USA nach sich ziehen.
Netanjahu: Iran versuchte einen meiner Söhne „zu töten“
Der Iran hat nach den Worten von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu versucht, „einen meiner Söhne zu töten“. „Etwas Unglaubliches ist geschehen: Der Iran hat einen meiner Söhne ins Visier genommen“, sagte Netanjahu in einem Telefoninterview mit dem israelischen Sender Channel 14 am Montag.
US-Finanzministerium verhängt neue Iran-Sanktionen
In ihrem „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation „Wirtschaftlicher Verstoßener“ (Economic Outcast) zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent auf einer Pressekonferenz. Der Fokus liege auf digitalen Vermögenswerten, Technologie, Gold, der Luftfahrt und der Schifffahrt. Konkrete Maßnahmen ließ er offen.
Das Finanzministerium habe „jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das der Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat“, sagte Bessent weiter. Mitarbeiter des Finanzministeriums, des Außenministeriums sowie des Militärs der Vereinigten Staaten träfen sich derzeit mit „internationalen Partnern“, um die Erwartungen Washingtons zu adressieren. Diese sollten ihre Zusammenarbeit mit Teheran einstellen. Konkrete Länder nannte Bessent auch nicht – ebenso lehnte er eine Antwort auf die Frage ab, in welchem Zeitraum die ungenannten Maßnahmen zu erfüllen sein sollen.
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