19.42 Uhr: USA streichen Syrien von Terrorliste
Die USA streichen Syrien von ihrer Liste der staatlichen Terrorunterstützer, wie aus einer Mitteilung des US-Finanzministeriums hervorgeht. Die Regierung in Washington hatte den Schritt angekündigt, vorbehaltlich einer Überprüfung durch den Kongress.
19.22 Uhr: Palästinenser – Kinder bei israelischen Gaza-Angriffen getötet
Bei israelischen Luftangriffen sind im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben unter anderem zwei Kinder getötet worden. Sanitäter und Angehörige berichteten, eine Zehnjährige sei in einem Zelt von einer Kugel in den Rücken getroffen worden. Das israelische Militär erklärte, es habe keine Kenntnis von einem solchen Vorfall. Zudem starben Sanitätern zufolge ein vierjähriger Junge und ein weiterer Palästinenser bei anderen israelischen Angriffen. Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im Oktober sind laut Angaben von Gesundheitsbehörden in Gaza mehr als 1280 Palästinenser in Gaza getötet worden, während das israelische Militär angibt, dass vier israelische Soldaten getötet wurden.
19.21 Uhr: Netanjahu – Iran versuchte einen meiner Söhne „zu töten“
Der Iran hat nach den Worten von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu versucht, einen seiner beiden Söhne zu töten. „Etwas Unglaubliches ist geschehen: Der Iran hat einen meiner Söhne ins Visier genommen“, sagte Netanjahu in einem Telefoninterview mit dem israelischen Sender Channel 14 am Montag. Der Iran habe „versucht, einen meiner Söhne zu töten“, sagte der Regierungschef, ohne weitere Einzelheiten zu nennen
19.09 Uhr: USA – Finanzministerium verhängt neue Iran-Sanktionen
Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen fast 60 mit dem Iran verbundene Organisationen, Personen und Schiffe. Betroffen sind Netzwerke aus den Bereichen Nukleartechnik, Raketen, Cybertechnologie und Öl, wie aus einer Mitteilung des Ministeriums hervorgeht. Zudem setzt es allgemeine Genehmigungen aus, die bestimmte Überweisungen in den Iran erlaubt hatten. Für potenzielle Sekundärsanktionen nimmt die Behörde fünf Sektoren ins Visier: digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt. Die Maßnahmen richten sich demnach auch gegen ein Netzwerk aus Firmen und Schiffen einer sogenannten Schattenflotte in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong, China, Singapur, der Schweiz und anderen europäischen Ländern.
16.22 Uhr: USA wollen Sanktionen gegen Iran massiv ausweiten
Die US-Regierung will den wirtschaftlichen Druck auf den Iran deutlich erhöhen, indem das Finanzministerium in Washington heute voraussichtlich den Anwendungsbereich sogenannter Sekundärsanktionen ausdehnt. Das sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Dies ziele auf Unternehmen und Staaten ab, die weiterhin Geschäftsbeziehungen mit dem Iran unterhalten. Der US-Finanzminister und Präsident Donald Trump hatten die Sanktionsausweitung als „wirtschaftlichen D-Day“ bezeichnet.
15.28 Uhr: Trump sieht Iran vor dem Zusammenbruch
US-Präsident Donald Trump sieht den Iran angesichts des von ihm angedrohten Wirtschaftsembargos vor dem Kollaps. „Der Iran bricht vollständig zusammen!!!“, schrieb Trump am heutigen Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der US-Finanzminister will die geplanten wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen das Land ab 19 Uhr (MESZ) erläutern.
Vergangene Woche hatte Trump angesichts der stockenden Verhandlungen mit dem Iran einen „Wirtschaftskrieg“ gegen das Land angekündigt. Es werde sich um „die vernichtendste Wirtschaftsoperation“ aller Zeiten handeln, erklärte er.
14.55 Uhr: Irans Währung fällt auf Rekordtief
Die iranische Währung ist auf ein Rekordtief gefallen. Auf dem informellen Devisenmarkt kostete ein US-Dollar am Montag zu Handelsbeginn 2,02 Millionen Rial. Der Kursverfall kommt kurz vor der erwarteten Ankündigung weiterer US-Sanktionen, die Washington als einen „ökonomischen D-Day“ bezeichnete und mit denen der Druck auf die bereits von Sanktionen und einer US-Seeblockade belastete iranische Wirtschaft weiter erhöht werden soll.
14.42 Uhr: Israel tötet weitere mutmaßliche Hamas-Täter
In der Nacht seien in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen zwei Hamas-Mitglieder getötet worden, die damals auf israelisches Gebiet vorgedrungen seien und am Massaker vom 7. Oktober 2023 teilgenommen hätten, teilte die israelische Armee mit. Am Sonntag war nach Militärangaben in Chan Junis im Süden des Küstenstreifens bereits ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit „Nuchba“ getötet worden.
Zu den in der Nacht getöteten Palästinensern erklärte die Armee, sie hätten zuletzt Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten geplant. Zudem hätten sie versucht, die Terrororganisation wieder aufzubauen. Damit hätten sie gegen die im Oktober vereinbarte Waffenruhe verstoßen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
12.13 Uhr: Christliche Stimmen appellieren gegen das Vergessen von Gaza
Die Friedensinitiative „Jerusalem Voice for Justice“ warnt mit einem Appell vor einer Gewöhnung an das Leid in Gaza und vor einer Eskalation der Lage im Westjordanland. Die Unterzeichner, darunter der emeritierte lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, der emeritierte lutherische Bischof, Munib Younan, und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Atallah Hanna, rufen Kirchen, politische Entscheidungsträger und die internationale Öffentlichkeit zum Handeln auf.
Die Unterzeichner fordern ein Ende von Tötung, Zerstörung und Hunger, den Schutz der Zivilbevölkerung und ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe. Jedes menschliche Leben sei heilig; Frieden könne nicht auf den Ruinen eines Volkes entstehen.
10.35 Uhr: Tanker im Roten Meer laut Behörde von „unbekanntem Geschoss“ getroffen
Ein Öltanker ist nach britischen Angaben rund 63 Seemeilen vor dem saudiarabischen Hafen Janbu von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden und in Brand geraten. Die Besatzung sei wohlauf, zudem seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, teilte die britische Seefahrtbehörde UKMTO am Montag mit. Das britische Sicherheitsunternehmen Vanguard Tech berichtete, ein unter saudiarabischer Flagge fahrendes Schiff sei von einer Rakete getroffen worden und habe Feuer gefangen.
10.25 Uhr: Iran droht Schiffen in Straße von Hormus mit Beschlagnahmung
Der Iran droht Schiffen mit Konsequenzen, wenn sie gegen seine Transitregelungen für die Straße von Hormus verstoßen. Möglich seien Geldstrafen, aber auch die Festsetzung oder Beschlagnahmung von Schiffen, teilte die von der Regierung in Teheran neu eingerichtete Behörde PGSA („Persian Gulf Strait Authority“ auf der Plattform X mit. Die Warnung erhöht die Risiken für Charterer und Reeder, deren Schiffe die Meerenge zwischen dem Iran und Oman passieren sollen. Frachteigner wurden aufgefordert, eine aktualisierte Liste der als nicht konform eingestuften Schiffe zu prüfen. Um von der Liste gestrichen zu werden, müssten betroffene Schiffe einen Antrag mit entsprechenden Erklärungen bei den iranischen Schifffahrtsbehörden einreichen.
10.08 Uhr: USA sagen Militärmanöver mit Südkorea wegen Iran-Kriegs ab
Die USA haben ein für kommenden Monat geplantes Militärmanöver mit Südkorea abgesagt. Grund seien Engpässe bei den eigenen Truppenkapazitäten infolge des Krieges im Iran, teilte die südkoreanische Marineinfanterie mit. Die US-Marineinfanterie habe ihre südkoreanischen Kollegen bereits im Juni darüber informiert, dass für das als „Ssangyong“ bekannte Manöver auf Divisionsebene nicht genügend Kräfte zur Verfügung stünden. Beide Verbündeten stünden wegen einer möglichen Wiederaufnahme der Übung in engem Austausch. Trump hatte den Schritt in seinem Onlinedienst Truth Social unter anderem mit den hohen Kosten begründet und in einer überraschenden Volte die Manöver mit dem engen Verbündeten Südkorea als „feindselig“ gegenüber Nordkorea kritisiert.
09.31 Uhr: Omanischer Außenminister besucht den Iran für Gesprächen über die Straße von Hormus
Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi reist nach Angaben aus Teheran am Dienstag zu Gesprächen über die Lage rund um die Straße von Hormus in den Iran. Er werde „die laufenden politischen Beratungen zwischen beiden Seiten als Anrainerstaaten der Straße von Hormus fortführen, um Frieden und Sicherheit in der Region zu stärken“, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Der Besuch diene zudem dazu, „die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Iran und Oman zu stärken“. Al-Busaidi werde seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi treffen, um bilaterale und regionale Fragen zu erörtern.
09.15 Uhr: Iran räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein
Präsident Peseschkian sagte laut einer Mitteilung, der Iran sei mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert. Er setze sich dafür ein, die Inflation zu senken. US-Finanzminister Bessent kündigte derweil auf der Plattform X an, heute die „härtesten Sanktionen der Geschichte“ gegen den Iran vorstellen zu wollen.
06.08 Uhr: US-Finanzminister zu Iran-Krieg – Treten in Endphase ein
Die USA treten nach den Worten von Finanzminister Scott Bessent in die „Endphase“ des Iran-Kriegs ein. „Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher „D-Day“ – die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde“, schrieb Bessent auf der Plattform X. Bei einer für heute angekündigten Pressekonferenz will er die „härtesten Sanktionen der Geschichte“ gegen den Iran vorstellen. US-Präsident Donald Trump habe die militärischen Fähigkeiten des Iran „zerschlagen“, schrieb Bessent weiter. Nahezu 100 Prozent der Militärfabriken des Landes seien zerstört und sein Atomprogramm zunichtegemacht worden. „Wir treten nun in die Endphase ein“, behauptete Bessent.
05.19 Uhr: Iran warnt USA vor Wirtschaftskrieg – und droht Golfstaaten
Der Iran warnt die USA vor schweren Konsequenzen des angekündigten Wirtschaftskriegs gegen die Islamische Republik. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf veröffentlichte auf der Plattform X einen Comic, der suggerierte, dass verschärfte Sanktionen gegen den Iran auch die USA treffen könnten. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, warnte zudem die ölreichen Nachbarländer davor, sich Washington anzuschließen. Wer dies tue, werde vom Iran als Feind betrachtet, sagte Resai im Staatsfernsehen. Man werde zunächst mit den Golfstaaten verhandeln. Sollte dies scheitern, werde der Iran Öllieferungen nicht nur durch die Straße von Hormus, sondern auch andere Routen in der Region blockieren.
04.45 Uhr: Wohl nur 20 Schiffe durchquerten am Wochenende Straße von Hormus
Wegen der Blockaden durch den Iran und die USA passieren derzeit kaum noch Frachtschiffe die für den Energietransport wichtige Straße von Hormus. Nach vorläufigen Daten des Schifffahrtsanalysten Kpler durchquerten am Wochenende weniger als 20 Schiffe die Wasserstraße. Kpler weist allerdings darauf hin, dass sich die Zahlen noch ändern könnten, da einige Schiffe während der Durchfahrt ihre Transponder ausgeschaltet haben.