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In einem roten Heißluftballon, auch diese Idee soll intern kurz diskutiert worden sein, ist Christopher Nkunku (28) nach seiner Vertragsunterschrift nicht über die Stadt geflogen. Dafür schwebt sein Name aktuell über allem. Der Franzose kehrt nach drei Jahren zu RB Leipzig zurück. BILD erklärt den Deal!
WARUM HOLT RB NKUNKU?
Weil er offensiv flexibel einsetzbar ist, schließt der Bundesligist gleich mehrere Kaderbaustellen. Nkunku bringt zudem viel Erfahrung mit, gilt als sehr mannschaftsdienlich und soll in der neu formierten Hierarchie von Trainer Martin Demichelis (45) eine Führungsrolle übernehmen. Finanziell ist es ein Deal mit wenig Risiko.
Sport-Boss Marcel Schäfer: „Er hat in Leipzig bereits gezeigt, welche außergewöhnliche Qualität er mitbringt und dass er Spiele entscheiden kann. Er kennt den Club, die Stadt und das Umfeld und wird uns mit seiner Flexibilität in der Offensive zusätzliche Möglichkeiten geben.“
WAS KOSTET NKUNKU DENN?
Nach BILD-Informationen werden 3 Mio. Euro an Leihgebühr fällig. Die Hälfte des Gehaltes übernimmt sein Klub AC Mailand, wo er noch Vertrag bis 2030 hat und rund 9,4 Mio. Euro verdient. Heißt konkret: Nkunku bekommt nun rund 5 Mio. Euro von RB Leipzig und passt damit in das Gehalts-Limit des Klubs. Den restlichen Betrag übernehmen die Italiener.
Die Kaufoption im kommenden Sommer beträgt 28 Mio. Euro. Für den Fall soll bereits ein Anschlussvertrag bis 2031 vorverhandelt sein.
WO SPIELT NKUNKU?
Auf vier möglichen Positionen: Die erste Option ist im Sturm-Zentrum, wo mit Romulo (24/Sehnenreizung im Knie) ein Stürmer länger auszufallen droht. Nkunku kann auch auf beiden Außenbahnen spielen. Zudem als hängende Spitze, also als sehr offensiver Zehner im 4-3-3-System von Demichelis.
SPIELT NKUNKU SCHON AM SAMSTAG?
So ist der Plan! Der Franzose steht voll im Saft. Am Mittwoch soll er das erste Mal mit der Mannschaft trainieren und Samstag beim Ligastart gegen Gladbach bereits dabei sein.
Nkunku sagt über seinen Wechsel: „Ich bin bereit, bei RBL ein weiteres Kapitel zu schreiben. In den Gesprächen habe ich von Anfang an gespürt, wie sehr mich die Verantwortlichen hier immer noch schätzen und welches Vertrauen man in mich hat. Für mich ist Leipzig deshalb genau der richtige Ort, um meine besten Leistungen zu zeigen.“
WAS SAGEN DIE MITSPIELER?
Mit vier Spielern stand Nkunku bis zu seinem Chelsea-Wechsel 2023 schon gemeinsam auf dem Rasen in Leipzig: Willi Orban, Benjamin Henrichs, Lukas Klostermann und David Raum.
Der RB-Kapitän lobt: „Als ich damals hier ankam (2022, d. Red.), war ich begeistert von seiner Professionalität – auf dem Platz und neben dem Platz. Er ist ein Spieler mit ganz viel Qualität.“

Christopher Nkunku feierte Tore immer mit einem roten Luftballon – als Gruß an seinen damals kleinen Sohn
Foto: picture alliance/Pressefoto Rudel
WAS SAGEN DIE FANS?
Rückholaktionen bringen immer auch Skepsis mit sich. Aber: Die Mehrheit der Fans freut sich auf die Rückkehr des bodenständigen Nkunku. Zumal sie hören: Der Franzose, der auch nach Newcastle hätte wechseln können, wollte unbedingt zu RB Leipzig.
Sport-Boss Marcel Schäfer: „Besonders gefreut hat uns, wie klar Christo seinen Wunsch geäußert hat, wieder für RB Leipzig zu spielen. Trotz des Interesses anderer europäischer Topclubs wollte er unbedingt zurück. Das zeigt seine besondere Verbindung zu unserem Club.“
NKUNKU KOMMT – WAS TUT SICH NOCH?
Fünf Neue hat Sport-Boss Marcel Schäfer (42) bereits eingetütet (Nyland, Reitz, Gruda, Koné, Estéve, Nkunku). Große Sprünge wird es – vorbehaltlich von Abgängen – nicht mehr geben. Tendenz ist ein weiterer Zugang im Mittelfeld. Für einen neuen Mittelstürmer müsste noch ein Spieler den Klub verlassen. Kandidat: Conrad Harder.
Weitere Abgangskandidaten: Arthur Vermeeren, Lukas Klostermann, Suleman Sani, Ayodele Thomas. Auch bei El Chadaille Bitshiabu könnte sich noch was tun, Lens ist interessiert.