Im Gegensatz zum Ergebnis war die Kadernominierung von Trainer Dietmar Hirsch etwas überraschend. Natürlich war abzusehen, dass Spieler wie Lex-Tyger Lobinger oder Joshua Bitter eine Pause bekamen. Insgesamt gab es neun Änderungen im Vergleich zum Elversberg-Spiel, Torwart Toni Stahl und Stürmer Peter Remmert gaben ihr Pflichtspiel-Debüt. Doch einer fehlte erneut: Alexander Hahn. Der Kapitän war in dieser Saison noch gar nicht im Kader gewesen und das änderte sich auch im Niederrheinpokal nicht.

Symalla mit zwei Toren und einer Vorlage

Das Spiel selbst war natürlich voll in MSV-Hand, der Drittligist bestimmte das Geschehen. Richtig zwingend wurden die Meidericher im ersten Durchgang aber selten, sodass Wülfraths Keeper Marvin Oberhoff zwar ein paar Paraden zeigen musste, aber echte Großchancen gab es kaum. Den einzigen Treffer der ersten Hälfte erzielte Jan-Simon Symalla, nachdem Dominik Kother einen eigentlich schon verlorenen Ball im gegnerischen Strafraum zurückholte und dann für Symalla überließ. Der 21-Jährige schob aus kurzer Distanz ein (19. Minute). Auf der anderen Seite hatte zuvor Toni Stahl einen Kopfball von Maik Bleckmann aus dem Eck holen müssen (13.).

Zur Pause nahm Hirsch mit Tobias Fleckstein und Can Coskun die einzigen beiden verbliebenen Startelf-Spieler aus dem DFB-Pokalspiel vom Feld, Martin Ens und Conor Noß ersetzten sie. Kurz nach Wiederbeginn spielte Ens einen starken hohen Ball in die Tiefe und in den Lauf von Symalla, der mit seiner Hereingabe Jakob Bookjans fand, der sicher zum 2:0 versenken konnte (52.). Gute zehn Minuten später erhöhte Symalla selbst nach einem Konter auf 3:0.

Kurz zuvor hatte Hirsch mit Aljaz Casar und Patrick Sussek auch seine letzten beiden verbliebenen Feldspieler von der Bank gebracht. Letzterer trug sich in der 79. Minute auch noch in die Torschützenliste ein, nachdem Kother den Ball erobert und im Gegenzug seinen Mitspieler mustergültig bedient hatte. Nach seinen zwei Vorlagen traf Kother dann auch noch selbst: Mit einem traumhaften Schuss aus der zweiten Reihe in den Winkel erzielte er das 5:0 (82.).

Den Schlusspunkt aber setzten die Hausherren – mit einem nicht minder schönen Treffer: Hasan Ülker schoss den Ball von der Strafraumkante Richtung linkes oberes Toreck, an die Unterkante der Latte und von da ging er hinein zum Wülfrather Ehrentreffer.