Fußball | Regionalliga

Stand: 25.08.2026 22:07 Uhr

Ein früher Gegentreffer bringt Chemie Leipzig beim 1. FC Magdeburg II auf die Verliererstraße. Danach kämpfen sich die Leutzscher ins Spiel, belohnen sich für ihren Aufwand aber erneut nicht.

von Sebastian Bondrea

Chemie steht auch nach dem sechsten Ligaspiel noch ohne Dreier da. Bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg unterlagen die Leipziger mit 0:1 (0:1) und stehen damit weiterhin mit einem Punkt am Ende der Tabelle.

Ende

25.08.2026
19:00 Uhr

Aufstellung

R. Kampa – T. Chahed, E. Džogović, D. Heber (46. R. Lemke), M. Zajusch – T. Birk, A. Drews – M. Baars (60. C. Bräunling), C. Lee (60. S. Korsch), K. Manthey, D. Yoon (60. J. Niklaus)

M. Bergmann – L. Hollenbach (46. R. Friedrich), R. Lisinski (63. C. Schulze), D. Pfeil, P. Wendt (46. D. Silic) – V. Aliji (71. T. Profis), L. Jakobi, E. Kratzer, W. Reincke (46. T. Hoops) – P. Kühn, M. Sanogo

Weitere Daten zum Spiel

Fußball, Regionalliga Nordost (M)

Ergebnisse und Tabelle

Das zweite Jahr in Folge haben die Leutzscher nun einen absoluten Horrorstart hingelegt. Nach fünf Spielen stand die Truppe von Trainer Alexander Schmidt vor dem Duell mit dem FCM II mit einem mageren Pünktchen und einem Torverhältnis von 1:7 ganz unten in der Tabelle. Unter Flutlicht in Magdeburg sollte nun endlich der dringend benötigte Befreiungsschlag gelingen. Dafür hat Chemie auf dem Transfermarkt kurzfristig noch einmal nachgelegt und Darijan Silic verpflichtet. Der defensive Mittelfeldspieler war auch direkt spielberechtigt und nahm zunächst auf der Bank Platz. Einfach sollte die Aufgabe für Chemie allerdings nicht werden: Die Mannschaft von Trainer Ronny Thielemann ist mit sieben Punkten stabil in die Saison gestartet und steht aktuell auf Rang acht.

Video:
BSG-Trainer Alexander Schmidt: „Es ist wie verhext“ (2 Min)

Frühe kalte Dusche für Chemie

Nach der obligatorischen Protestminute für die Initiative Aufstieg suchte Chemie direkt den Weg nach vorn. Die ersten vielversprechenden Aktionen gehörten den Leipzigern, doch das Tor machten die Hausherren. Und dabei sah die Hintermannschaft der Chemiker nicht gut aus. Do-young Yoon brach über die linke Seite durch und fand Magnus Baars zentral vor dem Kasten Marcel Bergmanns. Der hatte aus wenigen Metern keine Mühe, die Kugel zur frühen Magdeburger Führung über die Linie zu drücken (3.).

Magnus Baars erzielt das 1:0 für den 1. FC Magdeburg gegen Chemie Leipzig.

Magnus Baars erzielt das 1:0 für den 1. FC Magdeburg gegen Chemie Leipzig.

Chemie zeigte sich von der kalten Dusche allerdings nicht geschockt. Neuzugang Willi Reincke versuchte es zunächst aus der Distanz (10.), wenig später wurde es nach einem Eckball gefährlich. FCM-Keeper Robert Kampa verschätzte sich bei der Hereingabe, doch die Gäste konnten daraus kein Kapital schlagen (15.). Nur eine Minute später zwang Elias Kratzer Kampa zu einer starken Parade.

In der Folge verflachte die Partie dann immer mehr. Chemie versuchte viel, wurde aber zu selten zwingend. Magdeburg verteidigte den knappen Vorsprung ordentlich und lauerte nach Balleroberungen auf schnelle Gegenstöße. Nach einer guten halben Stunde nahm Yoon aus 20 Metern Maß, doch Bergmann war zur Stelle (32.).

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FCM-Trainer Ronny Thielemann: „Chemie war nah am Ausgleich“ (2 Min)

Kurz vor der Pause erhöhte der FCM noch einmal die Schlagzahl. Nach einer Ecke verpasste Tarek Chahed das 2:0 – sein Kopfball segelte knapp am Pfosten vorbei (39.). Wenig später setzte Chung-hyun Lee eine Baars-Flanke neben das Tor (44.). Die letzte große Möglichkeit des ersten Durchgangs gehörte allerdings Chemie: Nach einem Fehler im Magdeburger Spielaufbau schnappte sich Philipp Kühn den Ball, behauptete sich gegen mehrere Gegenspieler und schloss ab – die Kugel trudelte knapp am Tor vorbei (45.).

Bergmann hält Chemie im Spiel

Schmidt reagierte zur Pause und wechselte gleich dreifach. Tim Hoops, Robin Friedrich und Neuzugang Silic kamen in die Partie. Doch zunächst geriet Chemie gehörig unter Druck. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn zeigte Schiedsrichter Chris Rauschenberg nach einem Foul im Sechzehner auf den Punkt – Elfmeter für Magdeburg. Kevin Manthey trat an, scheiterte aber an Bergmann, der die Ecke ahnte und den Ball an den Pfosten lenkte (49.). Chemie blieb damit im Spiel.

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Doch zunächst waren es die Gastgeber, die anschließend auf den zweiten Treffer drängten – ohne Erfolg. Danach schaffte es Chemie, die Partie wieder ausgeglichener zu gestalten, ohne sich die ganz großen Chancen zu erspielen.

Chemie drückt – aber trifft nicht

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Gäste mehr Initiative, hochkarätig wurde es aber lange nicht. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal richtig eng. Kratzer kam aus gut elf Metern zum Abschluss und setzte die Kugel nur knapp neben das Tor (87.). Zwei Minuten später brachte Pfeil einen Eckball gefährlich in den Fünfer, wo ein Magdeburger den Kopf hinhielt und den Ball beinahe ins eigene Netz beförderte (89.).

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So blieb es beim knappen 1:0 für die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Chemie war über weite Strecken auf Augenhöhe und hatte seine Möglichkeiten, blieb vor dem gegnerischen Tor aber erneut ohne Treffer. Damit wartet die BSG weiter auf den ersten Saisonsieg – und der verkorkste Saisonstart wird langsam zur handfesten Krise.

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