Rhöndorf. Was während der Corona-Pandemie als ungewöhnliche Idee entstand, ist inzwischen zu einem festen Bestandteil des Rhöndorfer Kulturlebens geworden: Am Freitag, 28. August 2026, wird die Freiluftgalerie Rhöndorf erneut eröffnet. Die Kunstwerke wurden bereits angebracht.
Die erste Ausgabe fand 2021 statt. Weil klassische Ausstellungen in geschlossenen Räumen damals nur eingeschränkt möglich waren, entstand die Idee, Kunst nach draußen zu bringen. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern sowie verschiedenen Rhöndorfer Organisationen wurde der Ort selbst zur Galerie.
Das Prinzip ist bis heute geblieben: Die ausgewählten Kunstwerke werden großformatig auf Lkw-Planen gedruckt und an Hauswänden, Zäunen und anderen Flächen im Ort angebracht. Wer durch Rhöndorf spaziert, kann die Ausstellung so ganz ohne Eintritt und Öffnungszeiten entdecken. Gleichzeitig sind die Bewohnerinnen und Bewohner ein wichtiger Teil des Projekts, denn viele stellen ihre Häuser und Grundstücke als Ausstellungsflächen zur Verfügung.
Die Premiere stand 2021 unter dem Motto „Ansichtssache“. Es folgten 2022 „Lichtmomente“ und 2024 „Lebensader“. Damit entwickelte sich aus einer pandemiebedingten Alternative schnell ein eigenständiges Kulturformat, das Kunst, Ortsgemeinschaft und Inklusion miteinander verbindet.
Die neue Ausgabe steht unter dem Titel „Traum… Hoffnung… Frieden…?“. Aus 76 Bewerbungen wählte eine Jury 31 Arbeiten aus. Hinzu kommen fünf Werke aus der Kunstwerkstatt „Der Blaue See“ von Hohenhonnef.
Die Eröffnung findet am 28. August auf dem Ziepchensplatz statt. Anschließend sind die Werke bis zum 9. Oktober an verschiedenen Stellen in Rhöndorf zu sehen. Zum Abschluss sollen die auf Planen gedruckten Kunstwerke versteigert werden. Der Erlös kommt dem „Netzwerk Gewaltfrei“ zugute.
Die 1. Freiluftgalerie im Jahr 2021
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