
AUDIO: Giraffenweibchen Gaia verlässt Zoo Dresden gen Belgien (1 Min)
Zuchtprogramm
Stand: 26.08.2026 06:00 Uhr

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Der Giraffenweibchen Gaia aus dem Zoo Dresden ist nach Belgien umgesiedelt worden. Wie der Zoo mitteilte, wird sie dort in einer Gruppe leben und soll für Nachwuchs sorgen. Dafür sei sie mit 13 Jahren noch im besten Alter.
Kein Nachwuchs mit Diko
Gaia gehört wie ihre bisherigen Mitbewohner Tessa und Diko zur vom Aussterben bedrohten Unterart der Kordofan-Giraffen. 2015 war sie im Alter von zwei Jahren aus Frankreich Dresden gekommen. Doch hier blieb trotz mehrfacher Paarungsversuche mit dem Bullen Diko der erhoffte Nachwuchs aus. Deshalb wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) beschlossen, Gaia an den belgischen Zoo Planckendael bei Mechelen abzugeben. Dort lebt nach Angaben des Zoos bereits ein erfahrener Giraffenbulle, mit dem die Fortpflanzungschancen größer sind.

Abschied von Dresden: Revierleiter Kevin Leuchter belohnt Gaia noch einmal mit einem Leckerli.
Auch wenn es uns sehr schwerfällt, Gaia abzugeben, haben wir dem Umzug aus fachlichen und züchterischen Gründen zugestimmt. Hier stehen die langfristigen Ziele des Erhaltungszuchtprogramms und damit die Zukunft der Kordofan-Giraffe im Vordergrund.
Karl-Heinz Ukena | Direktor des Zoologischen Gartens Dresden
Giraffenpärchen bleibt unter sich
Am Montagmorgen startete die Umsiedlung und nach einer zwölfstündigen Fahrt in einem Spezialtransporter kam Gaia wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause an. In Dresden leben nun mit Tessa und Diko nur noch zwei Kordofan-Giraffen, neben zwei Weibchen in Köln die einzigen ihrer Art in deutschen Zoos. Obwohl nun in der Dresdner Giraffenanlage mehr Platz ist, ist laut Zoo derzeit kein Neuzugang geplant.

Angekommen im neuen Zuhause: Gaia im Giraffenstall des belgischen Zoos Planckendael.
MDR (stt)