
AUDIO: Filmtipp: „Das Ende der Sterne“ von Ridley Scott (3 Min)
Stand: 26.08.2026 02:00 Uhr
Das Kino des britischen Regisseurs Sir Ridley Scott steht für packende Bilderwelten in Filmen wie „Blade Runner“, „Alien“ oder „Der Marsianer“. Jetzt hat der 88-Jährige den Science-Fiction-Roman „Das Ende der Sterne“ von Peter Heller verfilmt.
Eine weltweite Pandemie hat einen Großteil der Menschen ausgelöscht. Mechaniker Hig und der militärisch geschulte Survival-Experte Bangley haben sich in einem verlassenen Flugzeughangar in Colorado ein abgeschottetes Zuhause geschaffen.
Survival-Experten überleben nach Pandemie im Hangar
Bangley begegnet den neuen Lebensumständen mit Härte. Er verteidigt ihr Territorium gegen marodierende Angreifer, die es auf Nahrung und Waffen abgesehen haben. Der sensible Hig hingegen trauert in der Isolation um sein altes Leben und sucht vertrauensvoll nach Verbindung zu anderen Menschen.
Video:
Trailer zum Film: „Das Ende der Sterne“ (2 Min)
Ungleiches Duo Jacob Elordy und Josh Brolin
Das unterschiedliche Männerduo, gespielt von Jacob Elordy und Josh Brolin, prägt den Film von Anfang an. Regisseur Ridley Scott hatte dabei ein prominentes Vorbild im Kopf: Jack Lemmon und Walther Matthau im Film „Ein seltsames Paar“ von 1968 standen hier Pate – zwei Männer, die sich nicht ausstehen können, sich aber trotzdem gut ergänzen.
Scott war auch Humor in dieser postapokalyptischen Welt wichtig, in der es nur noch um Waffen und das nackte Überleben geht: „Ihr denkt, das ist übertrieben, aber vieles davon passiert bereits. Habt ihr in letzter Zeit mal Nachrichten gesehen? Ich sehe dort jeden Tag Katastrophen, Epidemien wie Ebola, die Klimakrise. Natürlich soll der Film unterhalten, aber Unterhaltung soll die Leute auch immer fordern.“
Endzeitfilm mit Herz
Scotts Endzeitdrama verliert sich nicht in düsteren Materialschlachten, sondern stellt der vom Menschen zerstörten Welt immer wieder die Schönheit der Natur entgegen. Auch der Überlebenswille der Menschen und ihre Freude an alltäglichen Dingen sorgen für einen überraschend optimistischen Grundton.

Bis Dezember bietet das Kino tolle Produktionen: Es kommen der neue Spider-Man, Filme mit Sandra Hüller – „Vaterland“ und „Digger“ – sowie „Geister“ von Fatih Akin“ und „Dune 3“.
Ridley Scott: „Poesie als visuelle Sprache“
Als Hig auf einem Flug eine rätselhafte Funksendung erreicht, bricht er in seiner alten Cessna mit Hoffnung zu einer Reise ins Unbekannte auf. In den Flugszenen, gedreht in den Dolomiten, werden Higs Freiheitsdrang und seine Naturverbundenheit spürbar. Diese Gefühlswelten sind in der Romanvorlage von Peter Heller zentral.
Regisseur Scott übersetzt sie in atmosphärische starke Bilder. „Poesie ist eine visuelle Sprache“, erklärt der Regisseur. „Darin offenbart sich die unglaubliche Schönheit der Landschaft. Ich habe all die Vögel eingebaut. Als Hig zuhause ankommt, sitzt zum Beispiel ein Pelikan auf dem Müllcontainer, und später fliegt einer über seinen Kopf hinweg, als er auf sein Zuhause zugeht. Die Bildgestaltung macht die Schönheit eines jeden Films aus, egal ob Horror oder Komödie.“
„Das Ende der Sterne“: Ungewöhnlich, atmosphärisch
„Das Ende der Sterne“ erzählt in getragenem Tempo von der Suche nach Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt. Ein ungewöhnliches Endzeitdrama, das durch atmosphärische Sprünge zwar nicht wie aus einem Guss wirkt, in seiner optimistischen Aussage aber dennoch überzeugt.

Das Ende der Sterne
- Genre:
- Science-Fiction
- Drama
- Action
- Thriller
- Produktionsjahr:
- 2026
- Produktionsland:
- USA, Vereinigtes Königreich
- Zusatzinfo:
- Mit Jacob Elordi, Margaret Qualley, Josh Brolin und anderen
- Regie:
- Ridley Scott
- Länge:
- 118 Minuten
- Altersempfehlung:
- ab 16 Jahren
- Kinostart:
- 27. August 2026