Nick Cave ist ein Meister des Abgründigen. Seine Musik ist dunkle Poesie, die sich wie Leid und Bestrafung anfühlen kann. Nun ist Nick Cave mit seiner Band The Bad Seeds auf dem ausverkauften Kunstrasen in Bonn aufgetreten. Schwarzer Anzug, weißes Hemd, tiefschwarz gefärbte Haare. Und eine Stimme wie Donnergrollen. In seinen Anfangszeiten wurde Cave als abseitiger Rebell gefeiert. Er nahm Drogen, spritzte jahrelang Heroin. Heute wirkt er wie ein bekehrter Seelsorger, der aus den tiefsten Abgründen des Menschseins aufgestiegen ist. Und dem Publikum seine dunkle Predigt mitgebracht hat.