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Frankfurt/Main – Sechs Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens haben sich nach einem Mückenstich mit Malaria infiziert. Einer ist inzwischen an der lebensgefährlichen Tropenkrankheit verstorben. Das bestätigte ein Sprecher von Fraport gegenüber BILD.
Sechs Infizierte, ein Toter
Bereits Mitte Juli wurde bekannt, dass sich mehrere Arbeiter der Gepäckabfertigung des Frankfurter Flughafens (Hessen) mit Malaria infiziert hatten. Schon damals wurde vermutet, dass die Übertragung durch eine oder mehrere Mücken erfolgte, die im Frachtraum mitgereist waren. Fraport-Sprecher Andreas Schopf: : „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen. Die weiteren betroffenen Beschäftigten befinden sich in medizinischer Behandlung.“ Laut Robert-Koch-Institut (RKI) könnte die Infektion zwischen dem 4. und 6. Juli erfolgt sein.

Die Anophelesmücke überträgt Malaria. Eine im Flugzeug mitgereiste Mücke soll die Krankheit übertragen haben
Foto: picture alliance/ASSOCIATED PRESS
Überträger reiste als blinder Passagier
Bislang sind keine weiteren Malaria-Ausbrüche bekannt. Schopf zu BILD: „Unsere Fachabteilungen überwachen die Lageentwicklung engmaschig. Wir haben alle Beschäftigten am Standort umfassend informiert und bitten sie, bei Krankheitssymptomen einen Arzt aufzusuchen und darauf hinzuweisen, dass sie am Flughafen arbeiten und es dort Fälle von Airport-Malaria gibt, so dass eine zielgerichtete Untersuchung erfolgen kann.“ Der letzte Fall von Flughafen-Malaria wurde laut RKI im Jahr 2023 festgestellt – ebenfalls in Frankfurt. Solch ein Ereignis sei allerdings selten: „Normalerweise sind in Deutschland fast ausschließlich Fernreisende von Malaria betroffen, die in einem Gebiet mit Malariaübertragung durch den Stich einer infizierten Mücke infiziert wurden.“ Selten kommen Infektionen wie die aktuelle vor, bei der der Überträger als blinder Passagier mitreiste.
Mückenfallen am Flughafen aufgestellt
Wie der Frankfurter Flughafen BILD mitteilte, erfolgt nach jeder Landung eine gründliche Reinigung der Flugzeuge. Der Sprecher: „Insbesondere bei Fracht oder in Koffern kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass Insekten mittransportiert werden.“ Woher der mutmaßliche Mücken-Flieger kam, teilte das Unternehmen nicht mit. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt überwacht die Situation. Zusätzlich wurden am Flughafen Mückenfallen installiert. Schopf: „Die darin gefangenen Moskitos werden im Tropeninstitut in Antwerpen genetisch untersucht, um Herkunft und Art zu bestimmen.“
Malaria kann tödlich sein
Der Überträger der gefährlichen Infektionskrankheit ist die Anophelesmücke, die vor allem in Afrika, Süd- und Südostasien und Teilen von Lateinamerika vorkommt. Malaria beginnt meist mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden. Die Infektion kann zu Organversagen und Tod führen.