Die Bilanz von Georg Zimmermann fällt nach Platz 16 im Gesamtklassement der Deutschland-Tour gemischt aus. Am Ende hatte der Augsburger Radprofi 1:42 Minuten auf den Gesamtsieger und Topfavoriten Isaac del Toro (UAE Emirates). Der Mexikaner war mit seinem Team auf der kurzen, fünftägigen Tour mit vier Etappen und einem Prolog zu Beginn nicht zu stoppen.

„Es passt schon, aber mit meiner Form wäre in der Gesamtwertung etwas mehr drin gewesen“, bilanzierte der 28-jährige Zimmermann, der im Nationalteam fuhr, da sein belgischer Rennstall Lotto-Intermarché keine eigene Mannschaft stellte.

Seine Chancen auf eine bessere Platzierung hatte Zimmermann schon am ersten Tag bei der Regenlotterie beim kurzen Zeitfahren über 2,6 Kilometer verspielt. Zimmermann wählte eine frühe Startnummer, die Strecke, die später abtrocknete, war noch regennass, Zimmermann musste vorsichtig fahren und hatte 26 Sekunden Rückstand auf del Toro, der auf trockener Strecke nicht zu schlagen war. „Unser Wetterbericht war genau umgekehrt zur Realität. Dieses Sekundenpolster habe ich die ganze Woche mit mir rumgetragen“, erklärte Zimmermann. Ohne eingespielte Mannschaft war da nicht mehr drin.

UAE-Star Isaac del Toro mit starkem Team

Del Toro, Dritter bei der Tour de France, konnte sich auf seine Teamkollegen verlassen, die arbeiteten für den Mexikaner und der spielte dann auch noch seine persönliche Klasse aus. Das bunt zusammen gestellte National-Team, das kurz vor dem Start aufgrund von einigen Absagen noch einmal umgestellt werden musste, konnte das alles nicht leisten. Für Zimmermann blieb am Ende ein 22. Platz auf der dritten Etappe die beste Platzierung.

Begeistert war Zimmermann über die Stimmung an den rund 740 Kilometern von Bad Orb nach Heilbronn bei Deutschlands wichtigsten Etappen-Rennen. „Es wird wirklich jedes Jahr besser.“

Georg Zimmermann startet am Sonntag bei Bretagne Classic

Der Augsburger, der jetzt in Vorarlberg lebt, hat damit seine Tour-Saison abgeschlossen und wird nur noch bei Eintages-Rennen starten. „Ich fahre am Sonntag noch die Bretagne Classic und dann noch die Grand Prix in Quebec und Montreal in Kanada.“