Drohnenvorfälle an deutschen Flughäfen haben im vergangenen Jahr nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) Schäden von vielen Millionen Euro verursacht. »2025 ist durch Betriebsunterbrechungen wegen Drohnen ein Schaden von 60 Millionen Euro entstanden, mit Folgekosten waren es 160 Millionen Euro«, sagte der BDL-Präsident und Düsseldorfer Flughafenchef Lars Redeligx der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Ereignisse in Leipzig hätten eindringlich gezeigt, dass die Bedrohungslage eine andere sei als vor ein paar Jahren. Dies sei sowohl ein sicherheitsrelevantes als auch ein wirtschaftliches Thema. 

Am 4. August war im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen eine Drohne entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem »schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland«. Es besteht zwar die Vermutung, dass Russland dahinterstecken könnte, geklärt ist die Urheberschaft aber noch nicht.

Der BDL-Präsident forderte mehr Tempo beim Drohnenschutz der deutschen Flughäfen. Die Innenminister aus Bund und Ländern hätten zwar sehr schnell entschieden, acht Flughäfen der kritischen Infrastruktur mit Drohnenschutz auszustatten, sagte er. Mittelfristig dürfe sich der Drohnenschutz jedoch nicht auf diese ausgewählten Großflughäfen – also Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Leipzig und Köln – beschränken.

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