14 Bedarfsampeln kommen zum Einsatz
Für Autofahrer bedeutet die Sperrung erhebliche Einschränkungen. Die Hauptumleitung führt von der A59 über die A542, die A3 und die A46. Dabei sollen die bereits aus der ersten Bauphase bekannten Umleitungsstrecken weitgehend in Gegenrichtung genutzt werden. Auf den örtlichen Ausweichrouten kommen insgesamt 14 Bedarfsampeln zum Einsatz. Elf davon werden von Straßen.NRW gesteuert, drei weitere stellt die Autobahn GmbH auf. Sie sollen den Verkehr an besonders belasteten Stellen regeln und für einen möglichst gleichmäßigen Verkehrsfluss sorgen.
Zusätzlich werden Stauwarnanlagen aufgestellt. Autofahrer sollen bereits auf der A59 vor dem Autobahndreieck Monheim sowie auf der A542 vor dem Autobahndreieck Langenfeld auf die Verkehrslage hingewiesen werden. Auch auf den Autobahnen A3 und A1 wird die Sperrung frühzeitig angekündigt. Dort sollen Verkehrsteilnehmer bereits vor dem Autobahnkreuz Leverkusen und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West über die gesperrte Fahrtrichtung informiert werden.
Autobahnsperrung trifft auf Brückenabriss
Die Bauarbeiten treffen dabei auf eine weitere Einschränkung im Umfeld: Die L402 (Knipprather Straße) ist wegen des Ersatzneubaus eines Bauwerks durch Straßen.NRW bereits voll gesperrt. Eine weitere Verkehrsänderung ist im September vorgesehen. Dann soll die A59 in Fahrtrichtung Leverkusen voraussichtlich für etwa eine Woche nur einspurig befahrbar sein. Grund ist der Austausch der mobilen Schutzwände. Ein genaues Datum steht nach Angaben der Autobahn GmbH noch nicht fest.
Autofahrer sollten sich insbesondere während der Hauptverkehrszeiten auf längere Fahrzeiten und mögliche Staus einstellen, so die Autobahn GmbH. Hinzu kommt für Pendler erschwerend hinzu, dass parallel zur A59-Sperrung auch die S-Bahn-Strecke der Linien S6 und S68 zwischen Düsseldorf und Köln gesperrt ist. Das betrifft den Zeitraum zwischen 21. August und 4. Dezember. Bis zum 4. September fahren ebenfalls keine Regionalzüge auf dem Abschnitt – die Autobahn GmbH hatte mitgeteilt, in diesem Zeitraum noch nicht mit den Arbeiten auf der A59 zu beginnen.
Autobahn GmbH: Keine Verschiebung möglich
Bezirkspolitiker aus Düsseldorf hatten zuvor gefordert, auch die Sperrung der S-Bahn abzuwarten, bevor mit der A59-Sanierung begonnen wird. Das hatte die Autobahn GmbH allerdings abgelehnt: „Ein Aufschub der Arbeiten an der A59 zwischen Düsseldorf-Süd und Monheim in Fahrtrichtung Düsseldorf ist aufgrund des schlechten Zustands der Betonplatten nicht möglich.“
Auch die Idee von Düsseldorfer Bezirkspolitikern, die die frisch sanierten Fahrspuren ab Herbst zweispurig für den Verkehr nach Düsseldorf zu nutzen, ist für die Autobahn GmbH keine Option. Diese sei zwar geprüft, aber dann verworfen worden, weil alle Anschlussstellen zwischen den Dreiecken Monheim-Süd und Düsseldorf-Süd geschlossen werden müssten. „Auch die Rettungsdienste hätten mit dieser Verkehrsführung große Probleme“, so die Autobahn GmbH. Deshalb bleibt es bei der Vollsperrung während der Sanierung, die im Oktober beginnt.