Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Neue Rekrutierungswelle? Masala äußert brisante Vermutung
Aktualisiert am 26.08.2026 – 17:28 UhrLesedauer: 13 Min.
Carlo Masala (Archivbild): Der Sicherheitsexperte warnt angesichts des Besuchs des CIA-Chefs in Moskau vor einer möglichen neuen Mobilisierungswelle in Russland. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)
Des Besuch des CIA-Chefs in Moskau könnte eine neue Mobilisierungswelle in Russland bedeuten. Russische Kampfjets dringen in Südkoreas Luftverteidigungszone ein. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Masala sieht Anzeichen für neue Mobilisierung in Russland
Für den Sicherheitsexperten Carlo Masala deutet der Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau auf eine bevorstehende Mobilisierung in Russland hin. Das erklärte er gegenüber „Focus Online“. Da die letzte Rekrutierungswelle 2022, bei der 300.000 Russen mobilisiert werden sollten, fast eine Million Menschen aus dem Land getrieben habe, gebe es Gerüchte, Russland plane, die Grenzen zu schließen. „Sodass man nicht das Land verlassen kann, wenn man mobilisiert wird.“ Dafür solle Moskau auch mit den Anrainerstaaten verhandeln, so Masala weiter.
Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist. Es war sein erster bekannter Besuch in der russischen Hauptstadt seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef im Jahr 2025. Ratcliffe ist einer der ranghöchsten US-Vertreter, die Russland seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 besucht haben.
Südkorea schickt wegen russischer Militärflugzeuge Kampfjets los
Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben Seouls in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion habe die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der südkoreanische Luftraum sei nicht verletzt worden.
Die Luftverteidigungszone eines Landes ist größer als sein Luftraum und bezeichnet die Zone, in der aus Gründen der militärischen Luftverteidigung durchquerende Flugzeuge überwacht werden.

Kampfjets (Archivbild): Südkorea hat Jets aufsteigen lassen. (Quelle: Romeo Ranoco)
Papst-Sprecher kritisiert Kreml
Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. „Es muss klar sein: Dieser Krieg muss enden“, sagte Gallagher, während er neben Lawrow stand. Er beklagte die jüngste Ausweitung der Gewalt sowie immer mehr getötete Zivilisten in dem Konflikt. Der Heilige Stuhl verfolge das mit tiefer Besorgnis und bestehe auf der Einhaltung des Völkerrechts. Es brauche so schnell wie möglich Frieden.
Dieser Konflikt sei militärisch nicht zu lösen, sondern nur auf politisch-diplomatischem Weg, sagte Gallagher. Der Geistliche forderte die Aufnahme „echter Verhandlungen“ mit internationaler Unterstützung und betonte, dass Papst Leo XIV. und der Vatikan bereit seien, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Gallagher appellierte an Kiew und Moskau, sich offen für einen Dialog zu zeigen. Je länger der Konflikt dauere, desto schwieriger werde es, zu einer Lösung und einer Aussöhnung zu kommen. Das Leiden von Millionen müsse aufhören.
