Zwei Wanderer aus Deutschland sind am Dienstag, 25.8.2026, in den Stubaier Alpen in Tirol in Not geraten. Der 69-jährige Mann wollte mit seiner 70-jährigen Frau von der Nürnberger Hütte in Neustift zum sogenannten Becherhaus.

Die beiden brachen nach Angaben der Polizeidirektion Tirol am Dienstag, 25.8.2026, gegen 8 Uhr morgens zu der alpinen Hochtour bei Regen auf. Laut Wettervorhersage sollte sich das Wetter im Laufe des Tages bessern.

Weg führt über Seescharte über Gamsspitzl und Signalgipfel zum Becherhaus

Die beiden Wanderer hatten bereits zu Beginn der Tour Probleme mit der Orientierung: Sie wollten laut Polizei eigentlich den schwarz markierten Bergweg über die sogenannte Freigerscharte in Richtung Becherhaus gehen.

Dabei versäumten der Mann und die Frau allerdings wenige Meter nach der Nürnberger Hütte die Abzweigung. Sie stiegen über den schwarz markierten Bergweg über die Seescharte, Gamsspitzl und den Signalgipfel in Richtung Becherhaus auf.

Ehepaar aus Deutschland kommt in Stubaier Alpen nicht mehr weiter

Das Wetter verschlechterte sich zudem entgegen der Vorhersage im Laufe des Tages immer mehr. Die beiden Wanderer kamen auf einer Höhe von etwa 3200 Meter über dem Meeresspiegel zu einer Steilpassage, die mit einem Kletterseil abgesichert ist.

Dort traute sich das Ehepaar nicht mehr weiterzugehen. Sie entschlossen sich, zur Nürnberger Hütte umzukehren.

Frau (70) und Mann (69) durchnässt, leicht unterkühlt und stark erschöpft

Darüber hinaus waren die Frau und der Mann aus Deutschland wegen des Regens komplett durchnässt, leicht unterkühlt und bereits stark erschöpft.

Doch die beiden hatten einen guten Schutzengel: Ein Bergführer kam an der Stelle zufällig vorbei. Er gelangte am Dienstag, 25.8.2026, gegen 14.30 Uhr etwa 100 Höhenmeter nordöstlich unterhalb des Signalgipfels (3200 Meter) zu den zwei Wanderern.

Schutzengel bringt trockene Kleidung und Essen

Der Bergführer gab dem 69-Jährigen und der 70-Jährigen trockene Kleidung und etwas zu essen. Er versuchte, mit den beiden weiter in Richtung Nürnberger Hütte abzusteigen.

Die Frau und der Mann aus Deutschland konnten jedoch kaum mehr auf ihren eigenen Füßen stehen, weil sie so erschöpft waren.

Bergführer setzt Notruf ab – Nebel behindert Rettungsaktion

Daraufhin setzte der Bergführer gegen 15.30 Uhr einen Notruf ab. Die Bergrettung stieg teilweise zu Fuß zu den Wanderern hinauf sowie mithilfe eines BMI-Hubschraubers.

Die Bergretter kamen gegen 17.30 Uhr bei den erschöpften Wanderern an und wärmten die beiden auf. Da inzwischen Nebel aufgezogen war, konnten die Frau und der Mann nicht mithilfe des Hubschraubers geborgen werden.

Hubschrauber bringt erschöpfte Wanderer zurück ins Tal

Als der Nebel sich etwas verzogen hatte, konnte der Hubschrauber am Dienstag gegen 18 Uhr die erschöpften Wanderer bergen. Das Team des Helikopters flog anschließend die beiden Deutschen ins Tal.

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