Borussia Düsseldorf hat auch das dritte Saisonspiel in der Tischtennis-Bundesliga gewonnen und dabei ein beeindruckendes Ausrufezeichen gesetzt. Beim SV Werder Bremen siegte der Rekordmeister mit 3:0 und gab dabei nur einen einzigen Satz ab. Nach 42 Minuten war die Partie bereits zur Pause praktisch entschieden.

Anton Källberg, der beim 3:1 gegen Bad Königshofen noch auf der Bank gesessen hatte, erwischte gegen Kirill Gerassimenko einen perfekten Start. Der Schwede ließ dem Kasachen kaum eine Möglichkeit, ins Spiel zu finden. Nach dem 11:5 im ersten Satz dominierte Källberg auch den zweiten Durchgang nach Belieben und gewann 11:2. Im dritten Satz kam Gerassimenko zwar noch einmal auf 4:5 heran, doch Källberg blieb souverän und verwandelte beim 10:6 den ersten von vier Matchbällen zum 11:7.

Noch deutlicher fiel der Auftritt von Fan Zhendong aus. Gegen den Franzosen Irvin Bertrand setzte sich der Olympiasieger dreimal mit 11:4 durch. Fan wirkte dabei noch sicherer und präziser als bei seiner Bundesliga-Premiere gegen Bad Königshofen. Immer wieder sorgten seine spektakulären Bälle beim Bremer Publikum für Raunen. Bertrand fand gegen den enormen Druck des Chinesen kaum ein Mittel. „Fan war unfassbar gut, fokussiert und hat gut aufgeschlagen“, lobte anschließend Dang Qiu seinen Teamkollegen.

Qiu selbst musste anschließend deutlich mehr kämpfen. Gegen Mattias Karlsson entwickelte sich das einzige wirklich enge Match des Abends. Qiu gewann den ersten Satz 12:10, musste den zweiten aber mit 10:12 abgeben. Auch danach blieb die Partie ausgeglichen. Beim 11:11 im dritten Satz bewies Qiu Nervenstärke und holte sich den Durchgang mit 13:11. Im vierten Satz lag Karlsson zunächst 4:0 vorn, doch Qiu drehte die Partie und gewann 11:6.

„Ein, zwei Momente, wenn die anders laufen, dann hätte ich das Spiel verloren“, räumte Qiu ein. Sein Fazit fiel dennoch eindeutig aus: „Die Jungs haben mir Druck gemacht. Anton hat losgelegt wie die Feuerwehr. Er war bärenstark.“

Für Werder war es nach zwei Siegen zum Saisonstart ein ernüchternder Abend. „Die haben uns spielerisch und physisch überrollt“, sagte Trainer Cristian Tamas. Düsseldorf dagegen steht nach drei Spielen mit 6:0 Punkten an der Tabellenspitze.