Dass Said El Mala den 1. FC Köln nicht verlässt und seinen Vertrag sogar um ein Jahr bis 2031 verlängert hat, war eine Überraschung der noch andauernden Transferperiode. Thomas Kessler, Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, hat am Mittwochabend während des Rheinischen Fußballgipfels der Rheinischen Post Einblicke in den Transfersommer des FC und die Ambitionen der Saison gegeben.
„Wir haben sehr früh Gespräche mit den Engländern über Said geführt“, sagte er. „Natürlich macht man sich zu einem gewissen Zeitpunkt dann auch Gedanken, ob eine Entscheidung für einen Transfer getroffen wird.“ Said El Mala selbst habe sich schlussendlich aber gegen einen Transfer nach England entschieden. „Er war der Meinung, dass es noch nicht der richtige Schritt für ihn ist“, sagte Kessler.
Kaminski-Transfer hat El-Mala-Verbleib erleichtert
Hilfreich sei dabei auch gewesen, dass Jakub Kaminski für 17 Millionen Euro zu Benfica gewechselt ist. „Durch diesen Transfer hatten wir Einnahmen, die uns mehr Planungssicherheit gegeben haben“, sagte er. „Hätte es diesen Transfer nicht gegeben, hätten wir bei El Mala vielleicht anders gehandelt.“ Immerhin hatte der FC Brentford 45 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an Boni geboten. Auch ein Angebot von Borussia Dortmund von 46 Millionen Euro plus möglichen Bonuszahlungen wurde vom 1. FC Köln abgelehnt.
Die Entscheidung, Said El Mala nicht abzugeben, ist laut Thomas Kessler vom Verein mit einer großen Überzeugung getroffen worden. Doch auch der Spieler selbst habe schließlich nicht mehr wechseln wollen. „Wenn der Spieler sagt, dass die Vorbereitung gut war, dass er ein gutes Gefühl mit dem Trainerteam hat und dass sich der Klub in eine richtige Richtung entwickelt, und er denkt, dass er beim 1. FC Köln die Spielzeit bekommt, um sich weiterzuentwickeln, dann freut es uns“, sagte Kessler, „Dass er dann auch noch seinen Vertrag verlängert, macht uns noch glücklicher.“
Neben der Verlängerung von El Mala ist auch die Rückholaktion von Ellyes Skhiri von Eintracht Frankfurt ein Transfer für Kessler gewesen, der extrem wichtig sei. „Er ist einfach ein sehr guter Charakter, der mit seiner Erfahrung und Professionalität auch für die Jugendspieler in der Kabine wichtig ist“, sagte Kessler am Mittwochabend. „Deshalb sind wir sehr froh, dass wir ihn davon überzeugen konnten, wieder zu uns zurückzukommen.“
Für die neue Saison wünscht sich Kessler vor allem eine weitere Stabilisierung des 1. FC Kölns. Von großen Ambitionen möchte er nicht sprechen. „Wir wollen uns in kleinen Schritten nach vorne entwickeln“, sagte er. „Aber in erster Linie geht es darum, die Klasse zu halten.“ Das sei das wichtigste Ziel für die kommende Saison.