
Die Eintracht Frankfurt Frauen kommen im Hinspiel der dritten Qualifikations-Runde gegen Paris St. Germain nicht über ein Remis hinaus und zittern um das Königsklassen-Ticket. Hanna Bennison dürfte von Aluminium träumen.
Die Eintracht Frankfurt Frauen bangen wieder einmal um die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League. Die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis zeigte im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen Paris St. Germain am Mittwoch zwar vor allem in der zweiten Hälfte eine starke Leistung, mehr als ein 1:1-Unentschieden sprang am Ende aber nicht heraus. Im Rückspiel in Paris muss also auf jeden Fall ein Sieg her.
Larissa Mühlhaus hatte der Eintracht mit ihrem Treffer einen Traumstart beschert (4.), Naomie Feller sorgte noch in der Anfangsphase für den Endstand (7.). Hanna Bennison vergab die größte Chance des Spiels, als sie gleich doppelt am Pfosten scheiterte (49.).
Turbulente Anfangsphase
Nach zwei gescheiterten Versuchen in der Königsklassen-Qualifikation in den vergangenen beiden Jahren war der Eintracht die Motivation von Beginn an anzumerken. Im sehr gut gefüllten Stadion am Brentanobad legte die Arnautis-Elf mit Vollgas los und wurde umgehend belohnt. Mühlhaus eroberte den Ball am gegnerischen Strafraum, blieb dann eiskalt und sorgte für die frühe Führung. Lange währte die Freude jedoch nicht.
Nur drei Minuten später glich Feller für die Gäste aus und dämpfte damit die Anfangs-Euphorie. In der Folge entwickelte sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe, nach rund 30 Minuten wurde Paris dann dominanter und kam dem zweiten Treffer immer näher. Merveille Kanjinga ließ zwei gute Chancen ungenutzt, die beste Frankfurter Möglichkeit vergab Laura Freigang (27.). Glück hatten die Hessinnen, als ein Ellenbogencheck von Mühlhaus nicht mit einem durchaus möglichen Elfmeter bestraft wurde (31.).
Die Pfosten stehen der Eintracht im Weg
Auf einfaches Glück folgte kurz nach dem Wiederanpfiff dann doppeltes Pech: Nach einem schönen Konter landete der Ball vor den Füßen von Hanna Bennison, die direkt abzog und eigentlich schon zum Jubeln abdrehen wollte. Ihr Schuss prallte jedoch erst an den rechten Innenpfosten, dann an den linken Innenpfosten und trudelte letztlich zurück ins Feld. Was für eine bittere Szene. Wichtig aber: Die Eintracht wurde deutlich stärker und zeigte, dass sie auch auf diesem Niveau mehr als mithalten kann.
Die Hessinnen drückten fortan auf den Siegtreffer und schnürten die Pariserinnen in der eigenen Hälfte fest. Das einzige Manko: Im letzten Drittel fehlten oft Genauigkeit und die letzte Konsequenz, echte Torchancen blieben Mangelware. Freigang hätte nach einem harten – aber nicht zwingend regelwidrigen – Einsteigen ihrer Gegenspielerin einen Elfmeter bekommen können (61.), weitere Aufreger gab es erst einmal nicht.
Für die nennenswerteste Szene sorgte in der Schlussphase Ereleta Memeti, die sich auf der rechten Außenbahn gleich gegen mehrere Gegenspielerinnen durchsetzte. Da sie ihren Sololauf jedoch nicht mit einem Treffer krönte, blieb es beim Remis, mit dem die Gäste am Ende wohl besser leben können. Die Entscheidung um den Einzug in die Champions League fällt am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) in der französischen Hauptstadt.