Der Neustart der Niederlande könnte kaum spektakulärer beginnen. Ausgerechnet gegen Deutschland feiert Xavi Hernández (46) Ende September sein Debüt als Bondscoach und trifft dabei direkt auf den ebenfalls neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59).

Am 24. September empfängt die Elftal die DFB-Auswahl in Amsterdam zum Auftakt der Nations League. Für beide Nationaltrainer wird es das erste Pflichtspiel an der Seitenlinie. Xavi blickt der Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen.

„Ich bin motiviert“, sagte der 46-Jährige bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Nationaltrainer der Niederlande. Besonders das Duell mit Klopp reizt den früheren Barça-Coach: „Wir spielen gegen Deutschland, eine der besten Mannschaften Europas – und gegen einen der besten Trainer der letzten Jahre, Jürgen Klopp.“

Die Aufgabe könnte größer kaum sein. Eine Woche vor der Partie wird Klopp seinen ersten DFB-Kader präsentieren. Xavi weiß, was auf seine Mannschaft zukommt: „Es ist gleich zu Beginn eine große Herausforderung, aber ich denke, wir werden bereit sein.“

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Nach dem enttäuschenden frühen WM-Aus in Nordamerika soll Xavi die Niederlande wieder in die Erfolgsspur bringen. Der Weltmeister von 2010 kündigte an, die Elftal wieder für attraktiven Offensivfußball stehenzulassen.

„Ich erinnere mich, wie ich als Kind die Niederlande gesehen habe, da konnte man guten Fußball sehen. Das ist mein Ziel: guten Fußball zu spielen, auf den man stolz sein kann“, erklärte Xavi und machte seine Ambitionen unmissverständlich klar: „Wir sind hier, um zu gewinnen.“

Der Spanier tritt die Nachfolge von Ronald Koeman an und übernimmt erstmals eine Nationalmannschaft. Unterstützt wird er unter anderem von seinem Bruder Óscar Hernández sowie den niederländischen Ex-Stars Ruud van Nistelrooy und Adil Ramzi.

Im September feiert Jürgen Klopp sein Debüt als Bundestrainer – ausgerechnet gegen die Niederlande

Im September feiert Jürgen Klopp sein Debüt als Bundestrainer – ausgerechnet gegen die Niederlande

Foto: picture alliance/HMB Media

Dass er laut niederländischen Medien erst nach Pep Guardiola und Arne Slot auf der Wunschliste von Sportdirektor Nigel de Jong stand, nimmt Xavi mit Humor. „Das ist keine schlechte Position, nach Guardiola und nach Slot, oder?“, scherzte er und stellte klar: „Es ist mir egal, ob ich der Dritte oder der Zehnte bin.“

Für Fußball-Fans ist das Duell in Amsterdam damit schon jetzt ein echter Kracher: Xavi gegen Klopp, Niederlande gegen Deutschland – zwei prominente Trainer feiern gleichzeitig ihren Einstand auf der großen Bühne.