Flug aus Frankfurt
Lufthansa-Notlandung: Passagiere klagen über verdorbenes Essen
27.08.2026 – 02:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Lufthansa Dreamliner (Archivbild): Laut Pressestelle des Flughafens beantragte der Pilot der Maschine eine Notlandung in Baku. (Quelle: IMAGO/Bayne Stanley/imago)
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Erst irrlichtern die Positionsdaten eines Lufthansa-Jets plötzlich über dem Kaspischen Meer, dann folgt die Notlandung – und ein böses Erwachen in Baku.
Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt am Main nach Delhi ist am Dienstag (25. August) nach einer technischen Störung an Bord außerplanmäßig in Baku gelandet. Die Besatzung des Fluges LH760 hatte sich zuvor über Turkmenistan zur Umkehr entschieden, nachdem die Positionsdaten der eingesetzten Boeing 787-9 mit dem Kennzeichen D-ABPH grob fehlerhaft geworden waren, berichtet das Fachportal „The Aviation Herald“ und die kasachische Nachrichtenagentur Kazform.
Betroffen war die Übertragung der sogenannten ADS-B-Daten, mit denen Flugzeuge ihre Position senden. Die Störung fiel so gravierend aus, dass die Flugverfolgung die Maschine zeitweise mitten im Kaspischen Meer verortete. Die Crew brach den Flug daraufhin ab und steuerte den Flughafen Heydar Aliyev International Airport in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku an.
Lufthansa-Maschine beantragt Notlandung in Baku
Der Kapitän beantragte dort laut Nachrichtenagentur Kazinform eine Notlandung. Um 23.26 Uhr Ortszeit setzte das Flugzeug sicher auf. „Das Flugzeug vom Typ Boeing 787 landete um 23.26 Uhr Baku-Zeit sicher am Flughafen Heydar Aliyev International Airport. Alle notwendigen Maßnahmen wurden von den zuständigen Flughafendiensten ergriffen, und die Sicherheit der Passagiere und Besatzungsmitglieder wurde gewährleistet“, zitierte Kazinform die Pressestelle des Flughafens. Als Grund für die Notlandung nannte der Flughafen einen technischen Defekt an Bord.
Nach der Landung zog sich die Situation für die Passagiere offenbar hin. Rund 24 Stunden nach dem Aufsetzen befand sich das Flugzeug den Angaben zufolge weiterhin am Boden in Baku. Betroffene Reisende berichteten laut „The Aviation Herald“, ohne Informationen zurückgelassen worden zu sein. Sie hätten nur wenig Wasser sowie verdorbenes, ungenießbares Essen erhalten.
Auch der Kontakt zur Fluggesellschaft gestaltete sich den Schilderungen zufolge schwierig: Ein Vertreter der Lufthansa sei vor Ort nicht verfügbar gewesen, Anrufe beim Kundenservice der Airline seien demnach einfach unterbrochen worden.

