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Im französischen Caen ist ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast. Dabei hat er nach Polizeiangaben mindestens einen Menschen getötet. Zehn weitere Personen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Einige Verletzte sind in kritischem Zustand.
Hintergrund der Todesfahrt: Laut dem Sender BFM war am Mittwoch in einer Bar in Bahnhofsnähe eine Schlägerei ausgebrochen. Daraufhin soll einer der Beteiligten – ein Russe namens Ibrahim I. – gegen 22.15 Uhr in ein Auto gestiegen und damit absichtlich in eine Menschenmenge gefahren sein, die an einer Bushaltestelle stand. Das Auto war laut „Liberté“ ein BMW.
Was über Ibrahim I. bislang bekannt ist
Zunächst hatte „Le Figaro“ berichtet, dass es sich bei den meisten Opfern um ausländische Staatsangehörige handelt. Inzwischen hat „Le Parisien“ unter Bezug auf den stellvertretenden Bürgermeister von Caen präzisiert: Alle Verletzten sind Männer im Alter zwischen 17 und um die 40. Zeugen zufolge soll der Getötete ein 18 oder 19 Jahre alter Mann aus Afghanistan sein.
Der 26 Jahre alte Beschuldigte flüchtete, konnte aber im etwa 20 Kilometer entfernten Ouistreham festgenommen werden. Die Behörden betonen, dass die Todesfahrt nach jetzigen Erkenntnissen keinen terroristischen Hintergrund hat. Ibrahim I. war bislang nur durch Verkehrsdelikte aufgefallen. Gegen ihn wird jetzt wegen Mordes ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft der 110.000-Einwohner-Stadt im Nordwesten Frankreichs mit.