Eintracht Braunschweig macht nach vorne endlich wieder Spaß. Das ist nach den ersten Saisonspielen vielleicht die wichtigste Erkenntnis. Lars Kornetka hat der Mannschaft einen mutigen Ansatz verpasst.
Das 2:4 im DFB-Pokal gegen Union Berlin tat weh, passte aber trotzdem ins Bild. Braunschweig traf zweimal gegen einen Bundesligisten, blieb lange unangenehm und zeigte erneut Offensivmut. Genau dieser Schritt dürfte für viele BTSV-Fans fast Balsam sein. Doch auch die Schwachstelle der „Löwen“ wurde wieder deutlich.
📌 BTSV-Transfers 2026/27
- Zugänge: Zwölf neue Spieler stehen in der aktuellen Transferliste, darunter mehrere Offensivkräfte wie Junior Zé, Maximilian Entrup, Yann Sturm und Jan Urbich.
- Abgänge: Neun Spieler sind bislang weg, darunter Walid Ould-Chikh, Fabio Kaufmann, Leon Bell Bell und Anas Bakhat.
Kornetkas Ansatz macht Hoffnung
Schon Ende der vergangenen Saison war erkennbar, wohin Kornetka mit Eintracht Braunschweig will. Mehr Mut, mehr Tempo, mehr Zug zum Tor. Die Mannschaft soll Gegner nicht nur verwalten und zumauern, sondern aktiv stressen. Dieser Ansatz trägt nun erste Früchte.
Nach Jahren, in denen Braunschweig-Fans oft schwere Kost serviert bekamen, wirkt das wohltuend. Plötzlich gibt es Läufe in die Tiefe, Abschlüsse, gefährliche Offensivmomente. Natürlich ist noch nicht alles sauber. Aber der Plan nach vorne ist klar sichtbar.
Transfers stützen den Offensivplan
Auch die Transferpolitik passt zu diesem Bild. Eintracht Braunschweig hat im Sommer deutlich mehr Feuerkraft geholt. Junior Zé, Maximilian Entrup, Yann Sturm, Samuele di Benedetto und Jan Urbich stehen für mehr Optionen im Angriff. Dazu kommen Spieler, die das Spiel besser verbinden sollen.
Das zeigt: Der Offensivschub ist kein reines Zufallsprodukt. Der Klub hat den Kader bewusst verändert. Kornetka bekommt Spieler, die Tempo, Tiefe und Torgefahr bringen sollen.
Der Pokal zeigt die Grenze
Trotzdem deckte das Pokal-Aus gegen Union auch die aktuell größte Baustelle auf. Braunschweig kann nach vorne mutig sein, muss diesen Mut aber besser absichern. Gegen den Bundesligisten wurden kleine Fehler schnell bestraft. Genau das passierte nach den eigenen Führungen. Braunschweig schied aus, weil man zu einfache Gegentore kassierte und hinten nicht sattelfest wirkte.
Von einer grundsätzlich wackeligen Defensive zu sprechen, wäre zu hart. In der Liga kassierte Eintracht Braunschweig erst zwei Gegentore. Das ist kein Alarmwert. Die Warnsignale liegen eher in bestimmten Situationen, die Gegner mit höherer Qualität sofort nutzen.
Hinten fehlt noch Kontrolle
Gegen Bochum verlor Braunschweig phasenweise den Zugriff. Kornetka sprach nach der Partie selbst über Probleme beim Anlaufen und fehlende Kontrolle im Zentrum. Dazu kamen zweite Bälle, bei denen die Eintracht nicht immer stabil genug wirkte.
Im Pokal gegen Union wurden vor allem Standards und Unsauberkeiten teuer. Solche Szenen entscheiden enge Spiele. Wer offensiver auftreten will, braucht dahinter klare Abläufe. Restverteidigung, Staffelung und Aufmerksamkeit werden damit noch wichtiger als zuvor.
Braunschweig braucht die Balance
Genau darin liegt jetzt der nächste Schritt. Eintracht Braunschweig hat offensiv sichtbar zugelegt. Der Kader wirkt spannender, der Ansatz mutiger, die Spiele lebendiger. Für die Fans ist das nach schwierigen Jahren ein echtes Signal.
Damit daraus mehr wird als schöner Fußball, muss die Absicherung wachsen. Kornetka kann viel auf dem Trainingsplatz lösen. Vielleicht hilft auch noch ein passender Transfer. Vorne ist Braunschweig schon spannend. Hinten entscheidet sich, wie weit dieser neue Weg wirklich trägt. Welcher Braunschweiger gegen Union am hellsten strahlte, erfährst du hier.