Zu seinem traditionellen Sommerfest hatte der Kreisverband der FDP Mönchengladbach nicht nur seine Mitglieder, sondern auch den stellvertretenden Landesvorsitzenden und neuen Landtagsabgeordneten Alexander Steffen eingeladen. Am letzten Plenartag vor der Sommerpause sei er ins Amt eingeführt worden, berichtet der 33-Jährige, der voller Ideen sei, wie mit seinen Initiativen der FDP zu „neuem Leben“ verholfen werden könne.
Daniel Winkens, Kreisvorsitzender der FDP, und Martino Bechara, Landtagskandidat für den Wahlkreis 51 (Mönchengladbach-Nord) bei der Wahl im Frühjahr 2027, begrüßten den Düsseldorfer und übergaben ihm das Wort für einen Impulsvortrag. Darin stellte Steffen seine wichtigsten Themen vor, mit denen er die FDP voranbringen und im nächsten Jahr erfolgreich machen könne. Dabei stellte er mit Freude fest, dass seine Partei nach jüngsten Umfragen bei sechs Prozent stehe.
Alexander Steffen über Integration und Bildung
Alexander Steffen ist Sprecher für Integration, Heimat und Kommunales, Haushaltskontrolle sowie Sprecher im Unterausschuss Landesbetriebe und Sondervermögen. Beim Thema Migration sieht er zwei unterschiedliche Seiten. Die eine sei die Abschiebung. Er frage sich, woran sie so häufig scheitere. „Wir als FDP müssen an regelbasierte Migrationspolitik ran.“ Die andere Seite der Migration sei die in die andere Richtung. 280.000 Deutsche, so Steffen, verließen jährlich Deutschland. Und das bedeute einen hohen wirtschaftlichen Verlust. Diesen Menschen müsse eine Zukunftsvision gegeben werden. „Wer bleibt, kann eine gute Zukunft haben. Auch als Migrant, wenn er unsere Werte teilt“, so Steffen.
Ein weiterer Schwerpunkt sei die Bildungsarbeit. Bei dem Blick auf das Bildungsniveau in Nordrhein-Westfalen werde ihm „angst und bange“, sagte Steffen. Die linken Parteien hätten es geschafft, eine „Gleichmacherei im Bildungssystem durchzusetzen“, Leistungsanforderungen anzupassen. Besonders liegt Steffen der Erwerb wirtschaftlicher Kompetenzen an der Schule am Herzen. Dass Jungen und Mädchen diese ohne das Wissen um „Aktien, Marktwirtschaft, Vermögensaufbau“ verlassen, sei nicht tragbar.
Fragerunde zu Kohleausstieg und Sprachkompetenz
In der zögerlich verlaufenden Fragerunde ging es um den Kohleausstieg. Die CDU lasse sich bei diesem Thema von den Grünen „über den Tisch ziehen“, so der Landesvize. Der Energieverbrauch werde in Zukunft steigen. „Wir müssen alles auf ein Wirtschaftswachstum setzen, dafür brauchen wir alle Energien.“ Was er zur frühkindlichen Bildungsförderung sage, fragte ein Gast des Sommertreffens. „Deutsch ist Pflicht und das ist unverhandelbar“, antwortete Steffen und forderte die Verlegung von Sprachtests in die Kindertagesstätte. Die Sprachkompetenz müsse vor Eintritt in die Schule getestet werden.