Newsblog zum Krieg in der Ukraine

CIA-Chef warnte in Moskau wohl vor Angriff auf Nato

Aktualisiert am 27.08.2026 – 07:01 UhrLesedauer: 16 Min.

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John Ratcliffe (Archivbild): Der CIA-Direktor soll sich nicht mit Putin getroffen haben. (Quelle: Annabelle Gordon – CNP/imago-images-bilder)

Putin könnte eine Eskalation im Ukraine-Krieg planen, heißt es aus dem Kreml. Die Ukraine soll einen Kleinbus angegriffen haben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf Nato

CIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Besuch in Moskau Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Das berichteten das „Wall Street Journal“ und das Magazin „Politico“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.

Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen Nato-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete „Politico“. Zudem habe er den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren.

Nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigt, dass Ratcliffe für Gespräche „zwischen den Geheimdiensten“ nach Moskau gekommen war. Der Vertraute von Präsident Wladimir Putin betonte allerdings, dass es kein Treffen des Kremlchefs mit Ratcliffe gegeben habe. Mehr zu dem Besuch von Ratcliff in Moskau lesen Sie hier.

Luhansk: Tote bei Angriff auf Kleinbus – Raketen auf Donezk

Bei einem Drohnenangriff auf einen Kleinbus im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebietes Luhansk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens neun Menschen getötet worden. Weitere sechs seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gebietsgouverneur, Leonid Passetschnik, auf der Plattform Telegram mit. Demnach war der Bus mit 15 Passagieren auf der Route von Lyssytschansk nach Kadijiwka unterwegs. Die genannte Straße befindet sich rund 50 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Kiew weist regelmäßig Anschuldigungen von Angriffen auf Zivilisten zurück.

In der benachbarten Region Donezk meldeten örtlichen Medien zudem einen ukrainischen Angriff mit Marschflugkörpern auf die russisch besetzte gleichnamige Gebietshauptstadt. Den Berichten zufolge gab es vier bis fünf Explosionen. In sozialen Medien kursierten Videoaufnahmen einer riesigen Rauchwolke. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt.

Zweitgrößte russische Raffinerie stellt Ölverarbeitung ein

Nach ukrainischen Drohnenangriffen am 26. August hat die viertgrößte Ölraffinerie und der zweitgrößte Benzinproduzent Russlands erneut die Verarbeitung von Rohöl eingestellt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Ukrainische Streitkräfte griffen die Produktionsanlagen der Lukoil-Nizhegorodorgsintez-Raffinerie, auch bekannt als NORSI, in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod an.

„Der Angriff hat das Ziel getroffen, woraufhin ein Feuer auf dem Gelände der Anlage ausbrach“, erklärte der ukrainische Generalstab. „Das Ausmaß der Schäden wird derzeit noch ermittelt.“

Laut Reuters wurden bei dem nächtlichen Angriff mehrere Verarbeitungseinheiten, die Infrastruktur zwischen den Einheiten sowie allgemeine Anlagen der Raffinerie beschädigt. Es ist unklar, wie lange die Anlage außer Betrieb bleiben wird, während die Reparaturen durchgeführt werden.