Standort ist entscheidend
Mondfinsternis über München am Freitag – so sehen Sie sie
Aktualisiert am 27.08.2026 – 07:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Spektakel für die Masse: Zahlreiche Menschen beobachten am Olympiaberg in München eine Mondfinsternis (Archivbild). Eine Brille braucht er hierfür nicht. (Quelle: Matthias Balk/dpa)
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Am Freitag wartet auf Münchner gut zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis das nächste Himmelsschauspiel. Wer das Maximum sehen will, muss früh aufstehen.
Gerade erst blickten Tausende Münchner auf dem Olympiaberg in Richtung Sonne, nun lohnt sich schon wieder der Blick in den Himmel: Am frühen Morgen des Freitag, 28. August, ist über München eine besonders ausgeprägte partielle Mondfinsternis zu sehen.
Dabei wandert der Vollmond durch den Schatten der Erde. Laut NASA erreicht die Finsternis eine Magnitude von rund 0,93 – damit liegen zum Höhepunkt etwa 93 Prozent des Monddurchmessers im Kernschatten. Zu einer totalen Mondfinsternis fehlt also nicht viel.
Höhepunkt kurz vor Sonnenaufgang
Los geht es am Freitagmorgen bereits um 3.23 Uhr, wenn der Mond in den Halbschatten der Erde eintritt. Diese erste Phase ist mit bloßem Auge allerdings kaum wahrnehmbar. Deutlich spannender wird es für Münchner ab 4.33 Uhr: Dann erreicht der dunklere Kernschatten den Mond und die eigentliche partielle Finsternis beginnt.
Das Maximum wird in München um 6.12 Uhr erreicht. Dann steht der fast vollständig verfinsterte Mond allerdings schon sehr tief: nur noch gut zwei Grad über dem Horizont im Westsüdwesten. Um 6.32 Uhr geht er unter. Das Ende der partiellen Finsternis um 7.51 Uhr ist von München aus deshalb nicht mehr zu beobachten.
Mondfinsternis: Diese Orte eignen sich zum Gucken
Wer vor allem den Höhepunkt sehen möchte, braucht entsprechend einen Standort mit möglichst freiem Blick nach Westsüdwesten. Häuser, Bäume oder andere Hindernisse können den Mond kurz vor seinem Untergang schnell verdecken.
Geeignet sind deshalb vor allem erhöhte Plätze. Die Stadt München nennt für Himmelsbeobachtungen unter anderem den Olympiaberg und den Fröttmaninger Berg. Beide waren schon bei der Sonnenfinsternis am 12. August beliebte Beobachtungsorte. Auch vom Riemer Berg verfolgten damals zahlreiche Menschen das Schauspiel. Für die Mondfinsternis weist die Stadt ausdrücklich darauf hin, dass erneut ein freier Horizont entscheidend ist.
Anders als bei der Sonnenfinsternis vor gut zwei Wochen ist diesmal übrigens keine Schutzbrille nötig. Eine Mondfinsternis kann gefahrlos mit bloßem Auge beobachtet werden. Auch ein Fernglas lässt sich ohne speziellen Filter nutzen. Der vom Erdschatten bedeckte Teil des Mondes kann während der Finsternis zudem rötlich erscheinen.


