
AUDIO: Umstrittener Kiessandtagebau Söbrigen bei Dresden kommt (1 Min)
Entscheidung
Stand: 27.08.2026 09:18 Uhr
Nach jahrelangen Protesten hat das Sächsische Oberbergamt den geplanten Kiessandtagebau in Söbrigen genehmigt. Ab Donnerstag können die Unterlagen eingesehen werden.
Das Sächsische Oberbergamt hat den Planfeststellungsbeschluss für den umstrittenen Kiessandtagebau in Söbrigen bei Dresden veröffentlicht. Damit ist das Vorhaben „Kies Pirnaer Elbebogen“ bergrechtlich genehmigt.
Demnach soll in Söbrigen auf mehr als 30 Hektar Kiessand abgebaut werden. Zum Vorhaben gehört außerdem eine Förderbandanlage zum Tagebau Birkwitz-Pratzschwitz. Damit soll der Rohstoff zum Kieswerk Borsberg transportiert werden.

Der geplante Kiessandtagebau soll südöstlich von Dresden bei Söbrigen entstehen.
Nach Angaben des Oberbergamts umfasst der Beschluss mehrere Tagebauvorhaben im Raum Pirna und Dresden. Die Kieswerke Borsberg GmbH & Co. KG aus Pirna plant den Kiesabbau in Söbrigen. Der Rahmenbetriebsplan wurde bis Ende 2045 zugelassen.
Genehmigung trotz Widerstands
Gegen das Vorhaben gibt es seit Jahren Widerstand von Anwohnern. Sie befürchten negative Auswirkungen auf Natur und Grundwasser. Nach Angaben des Oberbergamts wurden im Verfahren Einwendungen, Forderungen und Stellungnahmen geprüft. Die Genehmigung enthält zudem verschiedene Auflagen für die Betreiberfirma.

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Klage gegen Beschluss möglich
Die Unterlagen liegen seit Donnerstag im Beteiligungsportal Sachsen aus. Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann innerhalb eines Monats Klage erhoben werden. Nach Angaben des Oberbergamts kann das Vorhaben auch bei einer Klage weiterverfolgt werden.
MDR (kav)