So lief die letzte Saison

Der VfB Stuttgart hat seine positive Entwicklung auch in der letzten Spielzeit eindrucksvoll fortgesetzt. Platz vier in der Bundesliga bedeutete die drittbeste Platzierung der vergangenen drei Jahre und gleichzeitig die dritte Europapokal-Qualifikation in Serie. Besonders bemerkenswert: Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren schaffte der VfB sogar die Qualifikation für die Champions League. Damit spielte Stuttgart 2025/26 die fünftbeste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte.

Auch im DFB-Pokal war der VfB erneut erfolgreich unterwegs. Nach dem Pokalsieg 2025 erreichte Stuttgart wieder das Finale, musste sich dort aber Bayern München mit 0:3 geschlagen geben. Über weite Strecken hielt der VfB das Spiel offen und konnte sich trotz der Niederlage erhobenen Hauptes aus Berlin verabschieden. Unterm Strich bleibt deshalb eine starke Saison: Der VfB hat sich in der Spitzengruppe etabliert.

VfB schlägt Rostock verdient mit 4:0 – DEIN VfB#210 | SWR Sport

Zu- und Abgänge

Der große Umbruch bleibt (bisher) aus, doch der Konkurrenzkampf im Kader wird größer, vor allem im Mittelfeld und Sturm. Das bekommt Atakan Karazor gerade zu spüren. Der bisherige Kapitän muss sich in der zweiten Reihe anstellen. Neuer Kapitän bei den Schwaben ist Deniz Undav.

Mit Grischa Prömel kommt Erfahrung aus Hoffenheim ins Mittelfeld. Dazu stoßen Torhüter Marius Funk und Stürmer Dzenan Pejcinovic. Mehrere Spieler kehren nach Leihen zurück, darunter Leonidas Stergiou und Dennis Seimen, der als 20-Jähriger zur neuen Nummer 1 zwischen den Pfosten bestimmt wurde. Ein mutiger, aber konsequenter Schritt mit einem der größten Torhütertalente Deutschlands. Doch Seimen fällt im Moment verletzt aus und damit rückt Fabian Bredlow ins Rampenlicht. Der hat seine Aufgabe im ersten Pflichtspiel im Pokal in Rostock sehr gut gelöst. Auch Jovan Milosevic und Laurin Ulrich gehören zunächst wieder zum VfB-Kader.

Auf der Abgangsseite steht mit Alexander Nübel ein wichtiger Name: Der Torhüter kehrt nach seiner Leihe offiziziell zu Bayern München zurück, spielt jetzt aber bei Beşiktaş Istanbul. Auch Pascal Stenzel hat den Verein verlassen, während mehrere junge Spieler erneut verliehen wurden.

Die möglicherweise wichtigste Nachricht des VfB-Sommers ist aber: Die Mannschaft, die sich in der vergangenen Saison bewährt hat, bleibt im Kern zusammen. Zumindest Stand jetzt, vor Ende der Transferperiode. Was bleibt ist, dass der VfB seinen eingeschlagenen Weg fortsetzt: junge Spieler entwickeln, den Kader gezielt ergänzen und gleichzeitig die eigene sportliche Identität bewahren.

Der Trainer

Sebastian Hoeneß hat seit seinem Amtsantritt im April 2023 den Klub sportlich stabilisiert und Schritt für Schritt wieder an die nationale Spitze geführt. Hoeneß steht für einen offensiven, mutigen Fußball, aber auch für eine Mannschaft, die taktisch flexibel und schwer auszurechnen ist. Sein größter Erfolg ist vielleicht, dass der VfB inzwischen nicht mehr allein von einzelnen Überraschungsmomenten lebt. Die Mannschaft wirkt wie ein gewachsenes Team.

In der neuen Saison kommt allerdings eine neue Herausforderung hinzu: Champions League, Bundesliga und Pokal verlangen einen breiten und belastbaren Kader. Hoeneß muss deshalb nicht nur Spiele gewinnen, sondern auch Belastungen steuern und die Balance zwischen Stammspielern und Nachwuchs finden.

Stuttgart

Dzenan Pejcinovic rund um die beiden Testspiele beim FC Fulham


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Das 75-Millionen-Euro-Stürmer-Puzzle: Stuttgarts stärkster Sturm ever?

VfB-Coach Sebastian Hoeneß hat die Qual der Wahl im Sturm. Mit Deniz Undav, Ermedin Demirovic und Neuzugang Dzenan Pejcinovic besitzt der VfB im Angriff eine zuvor wohl nie dagewesene Qualität.

Die Erwartungen

Die Zeiten, in denen beim VfB allein der Klassenerhalt als Erfolg galt, sind endgültig vorbei. Nach drei Jahren mit Europapokal-Qualifikation sind die Ansprüche gestiegen. Der VfB muss sich deshalb an einer neuen Erwartung im Umfeld messen lassen: Champions-League-Platz oder zumindest die unmittelbare Nähe dazu.

Kaiserslautern, Stuttgart, Freiburg, Hoffenheim, Mainz

Alexander Wehrle, Vorstandschef VfB Stuttgart


SWR Sport | Am 30. August ab 21.45 Uhr
SWR Sport mit VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle

Alexander Wehrle ist nach dem Saisonauftakt-Spiel des VfB Stuttgart beim FC Bayern München Studiogast bei SWR Sport. Dazu alles Wichtige zum BL-Saisonstart der anderen Südwest-Clubs.

So.30.8.2026
21:45 Uhr

SWR Sport

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Ein erneuter Platz unter den ersten Sechs wäre ein Erfolg. Gleichzeitig darf man von Stuttgart erwarten, dass die Mannschaft gerade in den direkten Duellen mit den Konkurrenten um Europa noch konstanter wird. Die größte Herausforderung wird dabei die Doppel- beziehungsweise Dreifachbelastung. Der VfB kehrt auf die große europäische Bühne zurück.