„Wir möchten den Mitarbeitenden der Toys Company herzlich Danke sagen und ihnen mit diesem Treffen zeigen, wie sehr wir ihre Arbeit schätzen“, erklärte Dorothee van den Borre, die Leiterin des Heckinghauser Stadtteiltreffs „Krawatte“, wo sich rund 20 der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Dekra Toys Company um die Kaffeetafel versammelt hatten, um von ihrer Arbeit zu berichten und zu hören, was sie damit bewirken.

Die Toys Company sammelt Spielzeug, bringt es wieder auf Hochglanz und gibt es beispielsweise an die Krawatte in Heckinghausen weiter, wo es seinem eigentlichen Zweck, nämlich dem Gebrauch durch Kinderhänden, zugeführt wird. „Zuletzt stockte die Spendenbereitschaft etwas“, hörten wir.

Stefan Kühn, der nach seiner Tätigkeit als Sozialdezernent und zeitweise als Stadtdirektor jetzt als Heckinghauser Bezirksbürgermeister fungiert und ehrenamtlich für die Krawatte arbeitet, erklärt die Funktion der Toys Company, die, indem sie für strahlende Kinderaugen sorgt, den Zweck verfolgt, Menschen im Auftrag des Job-Centers wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen. „Und zwar durch sinnhafte Tätigkeiten“, wie Kühn betont. „In den Rathäusern und in vielen großen Firmen stehen Spielzeugtonnen, die von den Belegschaften und Besucherinnen und Besuchern mit nicht mehr benötigtem Spielzeug gefüllt werden. Darüber hinaus können die Spielsachen auch vor Ort, nämlich in der Konsumstraße, abgegeben werden.

Spielsachen müssen auf Qualität und Vollständigkeit geprüft werden

Dort sind die Annahme, die Qualitätskontrolle sowie die Besichtigung der Spenden erforderlich. Einiges ist dabei natürlich auch reparaturbedürftig und muss dann an die geeigneten handwerklich geschickten Kolleginnen und Kollegen zwecks Überarbeitung weitergegeben werden. Zur Qualitätskontrolle gehört dabei auch, dass abgegebene Spiele auf ihre Vollständigkeit überprüft werden. „Was bei ‚Mensch-ärger-dich-nicht‘ relativ leicht ist, weil ja vier rote oder blaue Figürchen leicht nachzuzählen sind, stellt die Kontroll-Personen bei einem Puzzle mit 1000 Teilen natürlich vor andere Probleme. Aber, es ist natürlich wichtig, dass auch Puzzles komplett an die „Endverbraucher ausgehändigt werden“, so Kühn, der übrigens erheblichen Anteil an der Existenz der „Krawatte“ hat, die früher als Stadtteiltreff gedient hat. Als der neue Stadtteiltreff an der Heckinghauser Straße gebaut wurde, hat sich der ehemalige Sozial-Dezernent dafür eingesetzt, dass die Räume der einstigen Krawattenfabrik weiterhin sozialen Zwecken dienen sollen, was ja auch umgesetzt wurde. Und zwar durch den SKF (Sozialdienst katholischer Frauen) und die Evangelische Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung.

Die Spielsachen werden auf unterschiedliche Weise wieder voll „gebrauchsfähig“ hergestellt, und zwar von fleißigen Händen der Damen und Herren in der Toys Company. Eine sinnvolle Arbeit, die mit Freude erfüllt, wie zu Beginn der gemütlichen Stunde zu hören war. Da berichteten nämlich die Gäste von ihrer Arbeit, und das mit sichtlichem Stolz. Und der Beifall, der auf jeden Redebeitrag folgte, zeigte, dass Arbeit und deren Erfolg wertgeschätzt werden.

Dorothee van den Barre nahm eine Urkunde entgegen und stellte dabei auch den „Mann der ersten Stunde“, Haymo Bach, vor, der bis zu seinem gesundheitlich bedingten Ausscheiden für Beschaffung und Vertrieb bei der Toys Company gearbeitet hat. Jetzt bekleidet der junge Horst Bergfelder diese Position. „Man muss begutachten, Sortieren und Weitergeben“, beschreibt Bergfelder seinen Job.

Kia Zimmer hat dagegen bei der Qualitätskontrolle ein Auge darauf, dass nur völlig intaktes Spielzeug an die „Krawatte“ beziehungsweise die Kinder weitergegeben wird.

„Wir arbeiten Hand in Hand“, so Dorothee van den Borre, die die Gäste von der Toys Company aber auch eingeladen hatte, um ihnen neben Kaffee und Kuchen auch höchst willkommene Dienste anzubieten. Durch Maria Rosario Fernandez Bravo und Achim Jätzschmann, die nur darauf warten, ihren Mitmenschen beim Ausfüllen von behördlichen und anderen Formularen zu helfen „Wir freuen uns auf euch“, versprachen Expertin und Experte.

Außerdem stellte die Leiterin der Krawatte eine ganz wichtige Tätigkeit für die Kinder in den ersten Schuljahren vor. Leider ist die Lust am Lesen bei vielen nicht sehr ausgeprägt. Da beginnt dann die Arbeit der Lesepaten, die nicht nur Lesehilfen geben, sondern auch ständige Gäste in dem Raum in der Konsumstraße sind, in dem die Bücher für Kinder und Jugendliche in den Regalen stehen. Die ehemalige Grundschullehrerin Ulrike Sander und ihr Team unterhalten sich mit den Kindern, erforschen deren Interessengebiete und haben dann die richtige Lektüre zur Hand, um die noch schlummernde Leselust bei der ganz jungen Generation zu wecken. „Und wenn man dann dem Mädchen oder dem Jungen ein besonders begehrtes Buch schenkt, dann schaut man wieder in strahlende Kinderaugen.“

Und diesem Zweck hat die Toys Company ja ihr gesamtes Wirken untergeordnet.