Dass Weidenthal ein Ort mit ausgeprägter Radsportbegeisterung ist, weiß man spätestens seit dem Nachtfahrevent „Schlaflos im Sattel“ (SiS). Das zeigte sich zuletzt auch bei der dritten Etappe der Lidl Deutschland Tour zwischen Herxheim und Bad Dürkheim eindrucksvoll. Radfahrer rauschten diesmal aus Richtung Schwarzsohl kommend direkt durch den Ort. Die große Karawane bedeutete auch, dass die Strecke abgesichert werden musste. 15 Streckenposten hatten sich gemeldet und verrichteten, mit Sonnenhut und Warnweste ausgestattet, ihren Dienst.
Die SiS‑Freunde und der Schützenverein Weidenthal übernahmen einen Teil der Bewirtung – bis alles ausverkauft war. Trotz der heißen Temperaturen kamen rund 150 Fans zum Schlussanstieg aus Richtung Elmstein. Es war bunt und laut, der Kontakt zum Fahrerfeld ohne Absperrgitter besonders nah.
Werbung für Weidenthal
Das Hauptereignis fand auf dem Gelände des FC Wacker statt. Das Fahrerfeld rauschte mit mehr als 80 Kilometern pro Stunde vorbei, doch die Stimmung baute sich über Stunden auf. An jeder Station wurden die Motorradfahrer der Polizei und Fahrzeuge der Organisation bejubelt, lange bevor die Teilnehmer der Deutschland Tour in Sicht waren. In der Wackerhalle sorgte der Gesangverein für das Catering, die Getränkeausgabe stemmte der FC Wacker. Kinderrennen, DJ‑Bühne und Schubkarrenrennen ergänzten das Angebot. Sogar für eine kleine Karawane, die Werbung für eigene Veranstaltungen machte, war in Weidenthal gesorgt: Eine spontane Idee von Timo Motzel, umgesetzt mit Beteiligung des TV Weidenthal, SiS und des FC Wacker.
Eine besondere Passage führte die Langentalstraße hinunter, links um die Kirche und rechts auf die Hauptstraße. Die Dorfjugend bot hier Kaffee und Kuchen an. Mit seinem Einsatz hat sich Weidenthal von seiner besten Seite gezeigt und viel Eigenwerbung gemacht. Der Veranstalter registrierte das Engagement und zeigte Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit.