Kapazitäten bereits erschöpft
Tierheim Düsseldorf verhängt Aufnahmestopp für Igel
27.08.2026 – 10:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Igel (Archivbild): Im Düsseldorfer Tierheim können derzeit keine neuen Igel mehr aufgenommen werden. (Quelle: IMAGO / localpic)
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Für Igel gibt es im Tierheim Düsseldorf vorerst keinen Platz mehr. Die Einrichtung hat einen Aufnahmestopp verhängt – zu einem recht frühen Zeitpunkt.
Das Tierheim Düsseldorf kann vorerst keine weiteren Igel aufnehmen. Wie die Einrichtung in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken mitteilt, sind die vorhandenen Kapazitäten derzeit ausgeschöpft.
„Bei uns ist vorübergehend Igel-Aufnahmestopp“, heißt es in der Mitteilung des Tierheims. Man habe aktuell keine freien Plätze mehr für die Tiere. Wie lange der Aufnahmestopp gilt, geht aus dem Beitrag nicht hervor.
Gerade im Spätsommer und Herbst werden Tierheime und Wildtierstationen häufig mit vermeintlich hilfsbedürftigen Igeln konfrontiert. Nicht jedes Tier muss jedoch aufgenommen werden. Wer einen verletzten oder offensichtlich geschwächten Igel findet, sollte sich vorab bei einer Wildtierhilfe, einem Tierarzt oder einer anderen geeigneten Anlaufstelle erkundigen, wie weiter vorzugehen ist.
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Das Düsseldorfer Tierheim bittet angesichts der aktuellen Auslastung darum, derzeit keine weiteren Igel zur Aufnahme vorbeizubringen. Die Kommentarfunktion unter dem Beitrag wurde zudem eingeschränkt – wahrscheinlich aus Sorge vor negativen Wortbeiträgen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte das Tierheim Düsseldorf vorübergehend wegen Kapazitätsengpässen die Aufnahme von Igeln verweigert. Der Aufnahmestopp war seinerzeit aber rund einen Monat später erfolgt.
Dass Tierheime und Igelstationen bereits Ende August stark ausgelastet sind, ist jedoch nicht völlig ungewöhnlich. Zu dieser Zeit werden viele Jungigel selbstständig und sind besonders anfällig für Verletzungen oder Probleme bei der Nahrungssuche. Gleichzeitig setzen Straßenverkehr, Mähroboter, Freischneider sowie trockene Böden und ein geringeres Nahrungsangebot den Tieren zu.
Igel in Tierheimen: Hochphase kommt erst noch
Nach Angaben des Nabu in Nordrhein-Westfalen haben Meldungen über verletzte Igel zudem in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Eine Gefahr seien vor allem nachts eingesetzte Mähroboter, da Igel dämmerungs- und nachtaktiv sind. Zugleich kann intensive Rasenpflege das Nahrungsangebot verschlechtern, weil Insekten getötet werden oder ihren Lebensraum verlieren, wie der NABU erklärt.
Die besonders arbeitsreiche Phase steht vielerorts jedoch erst noch bevor: Im Herbst kommen zusätzlich geschwächte und untergewichtige Igel hinzu, die nicht genügend Reserven für den Winterschlaf aufgebaut haben.
