Kunstkenner aus Hannover

Das macht der frühere „Bares für Rares“-Experte Florian Meyer heute

27.08.2026 – 10:34 UhrLesedauer: 2 Min.

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„Bares für Rares“: Sind viele Händler an einem Objekt interessiert, kann es in der Sendung hoch hergehen. (Quelle: ZDF/Frank W. Hempel)

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Nur eine Staffel lang war Florian Meyer Experte bei „Bares für Rares“. Heute ist der Hannoveraner auf ganz andere Weise für Kunstinteressierte aktiv.

Millionen Zuschauer kennen die Experten von „Bares für Rares“, die Gemälde, Schmuckstücke und kuriose Dachbodenfunde unter die Lupe nehmen. Einige von ihnen begleiten die ZDF-Sendung seit Jahren, andere waren nur kurz dabei. Zu Letzteren gehört Florian Meyer aus Hannover. 2018 saß der Kunst- und Antiquitätenhändler als Experte vor der Kamera. Danach war er nicht mehr Teil der Trödelshow. Aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat er sich jedoch nicht.

Meyer wurde 1977 in Hannover geboren und blieb der Stadt auch beruflich verbunden. Von 2000 bis 2003 absolvierte er an der Berufsbildenden Schule 14 der Region Hannover eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel. Anschließend arbeitete er beim Kunst- und Auktionshaus Kastern in Hannover. Dort beschäftigte er sich unter anderem mit alter Grafik und Büchern, russischen Ikonen sowie asiatischer Kunst. Bis Juli 2020 war er für das Auktionshaus tätig.

Nur eine Staffel bei „Bares für Rares“ dabei

Seinen Abstecher ins Fernsehen machte Meyer 2018. Ab Oktober trat er in der achten Staffel von „Bares für Rares“ als Sachverständiger für Antiquitäten und Kunst auf. Die Folgen mit ihm waren bereits im Juli desselben Jahres aufgezeichnet worden.

Anders als Experten wie Sven Deutschmanek oder Detlev Kümmel wurde Meyer allerdings nicht zu einem dauerhaften Gesicht der Sendung. In Übersichten zur Besetzung wird er als ehemaliger Experte aus dem Jahr 2018 geführt.

Florian Meyer führt heute durch Hannover

Seine Kenntnisse über Kunst und Geschichte gibt Meyer inzwischen abseits der Kunstwelt weiter. Seit Mai 2018 ist er als Gästeführer in Hannover tätig. So führt Meyer Besucher durch das Wallmodenpalais im Georgengarten, in dem das Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst untergebracht ist. Dabei geht es um die mehr als 240-jährige Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes, seine Architektur und die Spuren, die verschiedene Epochen dort hinterlassen haben. Bereits 2024 und 2025 bot das Museum entsprechende Führungen mit ihm an.

Auch 2026 steht Meyer dort im Programm. Zum Tag des offenen Denkmals führt er am 12. und 13. September jeweils um 15 Uhr durch das Wallmodenpalais. Der frühere TV-Experte erzählt dabei vom barocken Hannover, von der Zeit des Zweiten Weltkriegs und von der weiteren Entwicklung des Gebäudes bis in die Gegenwart. Zudem erfahren Besucher, warum das Palais mehrfach seinen Namen wechselte und was ein Bäcker mit der Rettung der Herrenhäuser Allee zu tun hatte. Die Führungen dauern etwa eine Stunde, sind kostenfrei und können wegen der begrenzten Plätze vorab gebucht werden.

Ein Comeback bei „Bares für Rares“ zeichnet sich derzeit nicht ab. Meyer gehört nicht zum aktuellen Expertenteam der Sendung. Statt regelmäßig Antiquitäten für Horst Lichter, die Händler und das Fernsehpublikum zu taxieren, vermittelt er sein Wissen direkt vor Ort in Hannover. Wer den früheren „Bares für Rares“-Experten heute erleben möchte, muss also nicht den Fernseher einschalten.