Nach Tod von Andreas Hoppe

Aktualisiert am 27.08.2026, 20:53 Uhr

Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe

Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe waren jahrelang ein Team.
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Mehr als zwei Jahrzehnte verkörperte Andreas Hoppe den Kommissar Mario Kopper im Ludwigshafener „Tatort“. Nun ist der Schauspieler unerwartet gestorben. Seine langjährige Kollegin Ulrike Folkerts zeigt sich erschüttert.

Der Schauspieler Andreas Hoppe, der als „Tatort„-Ermittler Mario Kopper einem Millionenpublikum vertraut war, ist mit 66 Jahren bereits am 17. August unerwartet verstorben. Der gebürtige Berliner, der am 1. Juni 1960 zur Welt kam, hatte seinen Lebensmittelpunkt zuletzt ebenfalls in der Hauptstadt.

Zwischen 1996 und 2018 stand Hoppe laut SWR-Angaben für insgesamt 57 Folgen der Krimireihe als Kommissar Kopper vor der Kamera. An seiner Seite ermittelte stets Ulrike Folkerts in der Rolle der Lena Odenthal.

Die Figur Kopper – mit italienischen Wurzeln ausgestattet, leidenschaftlicher Koch und zuletzt in einer Wohngemeinschaft mit Odenthal lebend – brachte eine besondere Wärme in die Ludwigshafener Fälle. Den Auftakt bildete die Folge „Der kalte Tod“.

Ulrike Folkerts: „Das war viel zu früh“

Hoppes langjährige Partnerin vor der Kamera reagierte mit großer Bestürzung auf die Nachricht. „Ich bin zutiefst erschüttert, dass mein Kollege und Freund Andi verstorben ist“, wird Folkerts zitiert. Die Verbindung zwischen beiden reichte weit über den „Tatort“ hinaus: Bereits von 1982 bis 1986 besuchten sie dieselbe Schauspielschule und gehörten derselben Klasse an. Dort hätten sie „zusammen die ersten Schritte Richtung Bühne gewagt“, so Folkerts.

Ihre Trauer fasste die Schauspielerin in emotionale Worte: „Ich bin traurig, Andi, das war viel zu früh, Du warst so ein besonderer Typ! Mein tiefes Mitgefühl für all diejenigen, die zuletzt ganz nah bei Dir waren! Ciao Kopper.“

SWR-Intendant würdigt Andreas Hoppe

Auch SWR-Intendant Kai Gniffke äußerte sich betroffen. Hoppe sei nahbar und glaubwürdig gewesen, stets „mit dem Herz am rechten Fleck“, erklärte Gniffke. Der Schauspieler habe den „Tatort“ bereichert und nachhaltig geprägt. „Wir sind bestürzt, dass dieser großartige Schauspieler und Künstler so früh von uns gegangen ist“, so der Intendant.

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Hoppe selbst hatte das Engagement bei der Krimireihe einst als „Ritterschlag“ bezeichnet. Allerdings sei die Figur Kopper vom Sender irgendwann nicht mehr gewollt oder gefördert worden, wie er berichtete.

Auch abseits der Schauspielerei hinterließ Hoppe Spuren: Er verfasste ein Sizilien-Kochbuch sowie das Werk „Allein unter Gurken“ (2009), das sich mit regionaler Ernährung befasst. In seinem autobiografischen Buch „Die Hoffnung und der Wolf“ (2019) widmete er sich dem Zusammenleben von Mensch und Tier – Ausdruck seines Engagements für Umwelt und Natur. (red)

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