Seltene Mondfinsternis
Über Nürnberg verschwindet fast der ganze Vollmond
Aktualisiert am 28.08.2026 – 02:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine partielle Mondfinsternis (Archivbild): Wer das Schauspiel sehen will, muss früh aufstehen. (Quelle: Thomas Warnack/dpa/dpa-bilder)
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Am Freitagmorgen verdunkelt der Erdschatten fast den gesamten Mond. Wer den Höhepunkt sehen will, muss früh aufstehen und freie Sicht nach Westsüdwesten haben.
Nach der Sonnenfinsternis am 12. August steht über Nürnberg bereits das nächste Himmelsschauspiel bevor. Am frühen Morgen des 28. August zieht der Vollmond tief durch den Erdschatten. Es handelt sich nicht um eine totale, sondern um eine sehr tiefe partielle Mondfinsternis.
Beim Höhepunkt befinden sich etwa 93 Prozent des Monddurchmessers im Kernschatten der Erde. Damit bleibt nur eine schmale helle Sichel zurück. Der verdunkelte Teil kann rötlich oder kupferfarben erscheinen – ein vollständig verfinsterter „Blutmond“ entsteht über Nürnberg jedoch nicht.
Wann die Mondfinsternis über Nürnberg beginnt
Die Halbschattenphase beginnt in Nürnberg gegen 3.23 Uhr. Anfangs ist die Veränderung mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Deutlich interessanter wird es ab 4.33 Uhr: Dann erreicht der Kernschatten den Mond und die partielle Finsternis beginnt.
Das Maximum wird gegen 6.12 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond in Nürnberg nur noch rund 2,3 Grad über dem Horizont im Westsüdwesten. Bereits um 6.32 Uhr geht er unter. Nach dem Höhepunkt bleiben damit lediglich etwa 20 Minuten.
Wer das Schauspiel beobachten möchte, sollte nicht zu lange warten. Um 4.33 Uhr steht der Mond noch rund 15,6 Grad hoch im Südwesten. Dann ist der Himmel dunkler und die Gefahr geringer, dass Häuser, Bäume oder Dunst den Blick versperren.
Warum über Nürnberg der Horizont entscheidet
Zum Beobachten des Schauspiels bietet sich der obere Rechenberg an. Die Stadt Nürnberg hat dort unter anderem einen Aussichtspunkt und das obere Plateau der Rechenberganlage aufgewertet. Direkt daneben liegen der Nürnberger Planetenweg und die Sternwarte.
Von der Regiomontanus-Sternwarte aus soll die Sicht nach Westen gut, aber nicht vollständig frei sein. Weil der Mond beim Maximum extrem tief steht, sollte die konkrete Sichtachse nach Westsüdwesten bereits bei Tageslicht geprüft werden. Eine Sonderöffnung der Sternwarte zur Mondfinsternis ist im aktuellen Veranstaltungskalender bislang nicht angekündigt.
Der Schmausenbuck-Aussichtsturm ist dagegen keine verlässliche Alternative. Nach Angaben der Stadt bleibt der Turm außerhalb weniger Sonderveranstaltungen geschlossen.
Welche Ausrüstung Beobachter brauchen
Eine Schutzbrille ist bei einer Mondfinsternis nicht erforderlich. Das Ereignis kann gefahrlos mit bloßem Auge verfolgt werden. Ein Fernglas macht die Grenze zwischen dem hellen und dem verdunkelten Teil deutlicher.

