Fuego a la isla

Wie ein ehrenamtliches Festival Chemnitz zum Tanzen bringt

  • Jannik Meyer

28.08.2026 – 03:25 UhrLesedauer: 3 Min.

Bühne und Besucher auf der Wiese (Archivbild): Das Festival "Fuego a la isla" ist 20 Jahre alt geworden.Vergrößern des Bildes

Bühne und Besucher auf der Wiese (Archivbild): Das Festival „Fuego a la isla“ ist 20 Jahre alt geworden. (Quelle: Bürgerstiftung Chemnitz)

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20 Jahre „Fuego a la isla“: Das Chemnitzer Festival verbindet Musik, Kultur und Ehrenamt. Moritz Natzschka erzählt, was hinter den Kulissen passiert.

Für zwei Tage wurde die Schlossteichinsel in Chemnitz zu einer eigenen kleinen Kulturwelt. Beim „Fuego a la isla“ trafen Musik, Kunst, Workshops und verschiedene Aktionsflächen aufeinander. Das Festival feierte am 21. und 22. August sein 20-jähriges Bestehen. Organisiert wurde es vom gemeinnützigen Kulturverein Fuego e.V. – und damit von Menschen, die ihre Arbeit ehrenamtlich leisten.

Einer von ihnen ist Moritz Natzschka. Der 19-Jährige studiert Wirtschaftswissenschaften in Chemnitz, arbeitet als Werkstudent bei einer Chemnitzer Eventagentur und ist Vorstandsmitglied bei Fuego. „Das passt alles zusammen, weil ich mir vorstellen kann, später in der Eventbranche zu arbeiten“, sagt Natzschka. Das „Fuego a la isla“ entstand erstmals 2006 und hat sich seitdem zu einem festen Bestandteil der Chemnitzer Kulturlandschaft entwickelt.

Schlossteichinsel in Chemnitz: Hier findet das Festival statt.Vergrößern des BildesSchlossteichinsel in Chemnitz: Hier findet das Festival statt. (Quelle: Bürgerstiftung Chemnitz)

Dabei verfolgt der Verein einen bewusst unkommerziellen Ansatz. „Gewinne stehen nicht im Mittelpunkt, vielmehr der Wille, dieses Festival mit seinem besonderen Charakter zu realisieren“, erklärt Natzschka. Im Mittelpunkt stehe vielmehr der Anspruch, ein Angebot für jedermann zu schaffen.

Bühne für Newcomer und Rückkehrer

Eine Besonderheit des Festivals liegt in seinem Aufbau. Statt sich ausschließlich auf große Bühnen und bekannte Headliner zu konzentrieren, verteilte sich das Programm über zahlreiche Bereiche der Schlossteichinsel. Auf der Fuego-Bühne standen international geprägte Musikgruppen auf dem Programm. Gleichzeitig setzte der Verein traditionell auf Künstlerinnen und Künstler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. „Künstler, die kurz vor dem Durchbruch sind, buchen wir – dadurch wachsen auch Künstler durch das Fuego“, sagt Natzschka. Zum 20. Jubiläum kehrten zudem Künstler zurück, die in der Vergangenheit beim Festival aufgetreten waren und anschließend größere Bekanntheit erlangten.

Mit einer eigenen Hip-Hop-Bühne sprach das Festival zugleich ein jüngeres Publikum an. Darüber hinaus gab es weitere kleinere Bereiche, Workshops und unterschiedliche Angebote auf dem Gelände. Das Konzept dahinter: Die Besucher sollten nicht nur von Bühne zu Bühne laufen, sondern die gesamte Insel erkunden können.

Hinter den Kulissen des Festivals

Für Natzschka ist die Arbeit beim Fuego e.V. eine Möglichkeit, ein bestehendes Festival weiterzuentwickeln. Die Basis sei bereits vorhanden, gleichzeitig gebe es genügend Freiraum für neue Ideen. Dabei spielt für ihn auch die Gemeinschaft eine entscheidende Rolle. „Es sind viele coole Leute dort zusammen, es geht nur im Gesamtkonstrukt“, sagt Natzschka. Gerade bei einer Veranstaltung dieser Größe sei Teamarbeit unverzichtbar. Einen konkreten Plan für die Zeit nach dem Studium hat er zwar noch nicht. „Ich wäre nicht böse drum, in der Eventbranche zu bleiben“, sagt er.